Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Atomschmuggel-Affäre
02. September 2008 14:39; Akt: 02.09.2008 14:44 Print
Tinners erhielten eine Million Dollar von der CIA
Die wegen Schmuggel von Nukleartechnologie verdächtigen Schweizer Friedrich, Urs und Marco Tinner dürften vom US-Geheimdienst rund eine Million Dollar erhalten haben. Der Anwalt von Urs Tinner, Roman Bögli, bestätigte eine Zahlung an die Tinners in diesem Umfang.
- Dossiers
-
Atomschmuggel-Affäre
Die genaue Zahl kenne er aber nicht, bestätigte er am Dienstag einen entsprechenden Bericht der «SonntagsZeitung». Sein Klient habe das Geld jedoch nicht bekommen, weil er nicht die nötige Verfügungsgewalt gehabt habe, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Urs Tinner
Es sei die Entschädigung für die Zusammenarbeit mit den US- Behörden gewesen, erläuterte Bögli. Er könne aber nicht sagen, für welche speziellen Handlungen es bezahlt worden sei.
Die US-Zeitung «New York Times» hatte kürzlich berichtet, der Vater und seine beiden Söhne hätten vom amerikanischen Geheimdienst insgesamt zehn Millionen Dollar erhalten, damit sie Informationen über das Netzwerk um den «Vater der pakistanischen Atombombe», Abdul Kadir Khan, lieferten.
Nach Angaben der «SonntagsZeitung» soll auch Marco Tinners Anwalt Peter Volkart gesagt haben, dass er nicht wisse, wie das US- Blatt auf zehn Millionen Dollar gekommen sei. Dass die Tinners Geld bekommen haben, ist schon länger bekannt.
Urs und Marco Tinner sitzen seit mehreren Jahren in Untersuchungshaft. In die Schlagzeilen geraten war der Fall erneut, weil die Schweizer Behörden im Mai zugegeben hatten, Beweismaterial vernichtet zu haben.
Der Bundesrat hat die Vernichtung der Tinner-Akten nach Ansicht der Bundesanwaltschaft auf Druck der USA angeordnet. Die Landesregierung habe vermeiden wollen, dass gefährliches Material in falsche Hände gerate, hatte Bundespräsident Pascal Couchepin zur Rechtfertigung erklärt.
(sda)

























