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Medien
11. März 2010 12:00; Akt: 11.03.2010 12:07 Print
SF mit Gewinn - DRS mit Verlust
Während das Schweizer Fernsehen SF mit 6,2 Millionen Franken 2009 schwarze Zahlen schreibt, muss Schweizer Radio DRS einen Verlust von 2,1 Millionen Franken hinnehmen.
Das Schweizer Fernsehen ist im vergangenen Jahr wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt, nachdem es 2008 noch einen Verlust von 3,8 Millionen Franken erwirtschaftete. Die Anzahl Vollzeitstellen beim Schweizer Fernsehen nahm 2009 um 26 auf 971 zu. Dies ist dem Geschäftsbericht der SRG Deutschschweiz zu entnehmen.
Schweizer Radio DRS hingegen schreibt das dritte Jahr in Folge rote Zahlen. 2008 betrug der Verlust 5,3 Millionen Franken. Der Personalbestand nahm um 2,2 Vollzeitstellen auf 717,5 zu.
138 Beanstandungen
2009 erhielt der Ombudsmann von Radio und Fernsehen, Achille Casanova 138 Beanstandungen – fast gleich viele wie im Jahr zuvor. 105 konnte die Ombudsstelle materiell behandeln. 87 betrafen das Schweizer Fernsehen, 18 das Radio.
«Deutlich zugenommen haben die Fälle, in denen eine Verletzung religiöser oder ethischer Gefühle moniert wurde», stellt Casanova im Geschäftsbericht fest. «Dabei fällt auf, dass sich die Polarisierung der Schweizer Politik auch im Inhalt mehrerer Beanstandungen widerspiegelt.» Zum Beispiel bei Sendungen über die Minarett- Initiative oder «allgemein in Bezug auf die SVP».
18 Prozent der Beanstandungen wurden von der Ombudsstelle als mehr oder weniger berechtigt angesehen. Nicht selten seien auch bei abgewiesenen Beanstandungen journalistische Fehlleistungen festgestellt worden. Diese seien aber nicht relevant genug gewesen, um einen Verstoss gegen die Programmbestimmungen zu erkennen.
2009: Im Zentrum stand das Konvergenzprojekt
Zu reden gab im Jahr 2009 auch das Konvergenz-Projekt, in dessen Rahmen Radio und Fernsehen zusammengehen sollen. Über die geplante Fusion soll im Juni 2010 endgültig entschieden werden.
Mit dem Projekt «Konvergenz und Effizienz» soll in allen Sprachregionen unter je einer Führung Radio, Fernsehen und Online verstärkt zusammenarbeiten. Nach der rätoromanischen Schweiz 2006, der italienischsprachigen Schweiz seit 2008 und der Westschweiz ab 2010 wird die Deutschschweiz die Medienkonvergenz ab 2011 umsetzen.
(sda)


























