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«Viele lokale Gruppierungen»

Hans Stutz beobachtet seit Jahren die rechtsextreme Szene der Schweiz. Gegenüber 20 Minuten gibt er einen kurzen Überblick.


Laut Experte Hans Stutz zählt der harte Bestand der Rechtsextremen im Land über tausend Leute. (Keystone)

Was braucht es, um als rechtsextrem zu gelten?
Hans Stutz: Die gängige Definition geht von zwei Faktoren aus. Erstens, man befürwortet eine Ideologie der Ungleichheit, dass also nicht alle Menschen die gleichen Rechte haben sollen. Zweites Merkmal ist die Akzeptanz von Gewalt als Lösungsansatz.

Wie gross ist die Szene in der Schweiz?
Das ist schwierig zu sagen. Der harte Bestand zählt wohl über tausend Leute. Dazu kommen mehrere tausend Personen im Umfeld.

Gibt es verschiedene Gruppierungen?
Es gibt Blood&Honour/ Combat 18 und Hammerskins. Diese Gruppierungen sind verfeindet – szenenintern spricht man gar von Bruderkrieg. Dazu kommen viele kleine lokale Gruppierungen.

Wie alt sind die Personen?
Hauptsächlich zwischen 16 und 25 Jahre alt. Die Szene lebt also vom Alter zwischen Stimmbruch und Konkubinat.

Wie gefährlich ist die Szene?
Es kommt regelmässig zu gewalttätigen Übergriffen bis hin zu Schwerverletzten.

Kann man aus der Szene wieder austreten?
Ja, problemlos. Das Bekanntmachen von szeneninternen Details wird jedoch als Verrat gewertet.

Nico Menzato

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