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Bundesratswahlen
03. September 2010 16:42; Akt: 03.09.2010 16:59 Print
Grüne wollen mit Brigit Wyss in den Bundesrat
Die Fraktion der Grünen hat die Solothurner Nationalrätin Brigit Wyss zur Bundesratskandidatin erkoren. Die SVP hat Jean-François Rime offiziell nominiert, die CVP verzichtet.
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Doppelvakanz in der Landesregierung
Die Grüne Fraktion hat Brigit Wyss am Freitag in Gwatt BE zur Bundesratskandidatin erkoren. Die Solothurner Umweltjuristin sitzt seit 2007 im Nationalrat.
Wie Fraktionssekretärin Corinne Dobler am Freitagnachmittag zur Nachrichtenagentur SDA sagte, hat sich eine deutliche Mehrheit in der Abstimmung für Wyss ausgesprochen. «Die Fraktion steht aber geschlossen hinter ihr.»
Die Fraktion ist laut Dobler davon überzeugt, dass die 50-jährige Umweltjuristin am besten geeignet ist, um grüne Interessen im Bundesrat zu vertreten.
Brigit Wyss sitzt seit 2007 im Nationalrat und ist Mitglied der Geschäftsprüfungs- und der Rechtskommission. Politische Erfahrungen hat sie in Solothurn gesammelt; seit 2005 sitzt sie dort im Gemeinderat (Exekutive).
Mit ihrer Nominierung hat sich Wyss intern gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt: den Aargauer Nationalrat Geri Müller und die Zürcher Nationalrätin Marlies Bänziger.
Die Grünen greifen mit ihrer Kandidatur den freiwerdenden FDP- Sitz von Hans-Rudolf Merz an. Gemäss Medienmitteilung der Grünen vom Freitag sprechen ihr Wähleranteil «und insbesondere ihre Politik» für einen grünen Sitz in der Landesregierung.
Um einen ökologischen Umbau der Wirtschaft in die Tat umzusetzen, müsse das rot-grüne Lager im Bundesrat verstärkt werden - «gerade in der heutigen Zeit, die von Umwelt- und Klimakatastrophen geprägt ist».
SVP nominiert einstimmig Jean-François Rime
Der Freiburger Nationalrat Jean-François Rime ist der offizielle Kandidat der SVP für die Bundesratswahlen vom 22. September. Die Bundeshausfraktion der SVP hat ihn am Freitagnachmittag nominiert.
Der Entscheid fiel einstimmig, wie Ständerat Alex Kuprecht (SZ) der Nachrichtenagentur SDA sagte. Die Fraktion folgte damit der Empfehlung der Parteileitung.
Diese hatte vergangene Woche eingeräumt, dass die Chancen der SVP, mit ihrer Kampfkandidatur einen Sitz zu erobern, nicht gross seien. «Die wahrscheinlichste Variante ist, dass wir es nicht schaffen», hatte Parteipräsident Toni Brunner gesagt.
Der 60-jährige Rime, der seit 2003 im Nationalrat sitzt, ist Inhaber dreier Sägerei-Unternehmen. Er sieht sich als KMU-Vertreter. Die SVP hatte Rime bereits bei den letzten Bundesratswahlen ins Gespräch gebracht.
Bei den kommenden Bundesratsersatzwahlen macht die SVP sowohl der SP als auch der FDP den Sitz streitig. Die Partei begründet ihren Anspruch damit, dass sie im Bundesrat untervertreten sei. Dazu kam es, weil Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf als SVP-Vertreterin gewählt und dann aus der Partei ausgeschlossen wurde.
CVP verzichtet auf eigene Bundesratskandidatur
Die CVP verzichtet auf eine eigene Bundesratskandidatur. Dies hat die Fraktion am Freitagnachmittag beschlossen. Der Entscheid sei deutlich gefallen, sagte Fraktionschef Urs Schwaller gegenüber Medienschaffenden.
Über die Kandidatinnen und Kandidaten der anderen Parteien wolle sich die CVP zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht äussern, sagte Schwaller weiter.
Die Fraktion folgte mit dem Verzicht auf eine Kandidatur der Empfehlung der Parteileitung. Diese hatte den Verzicht damit begründet, dass eine CVP-Kandidatur wenig Aussicht auf Erfolg hätte.
Am Anspruch auf einen zweiten Bundesratssitz will die CVP zwar festhalten. Geltend machen will sie diesen aber erst nach den eidgenössischen Wahlen im nächsten Jahr.
(sda)

























