Europa-Karte aufgetaucht

14. März 2010 08:40; Akt: 14.03.2010 08:57 Print

Armee wappnet sich für UnruhenArmee wappnet sich für Unruhen

Die Schweizer Armee wappnet sich für Unruhen in Europa. Armeechef André Blattmann hat die möglichen Unruheherde in einer Präsentation vor der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) des Nationalrats enthüllt.

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Chef der Schweizer Armee André Blattmann. (Bild: Keystone)

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Die Europa-Karte, die auch die an die EU grenzenden Länder enthält, zeigte Armeechef André Blattmann im Rahmen einer Folienpräsentation der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) des Nationalrats. Wie der «Sonntag» weiss, taxiert die Karte gemäss mehreren Quellen neben Griechenland vier EU-Staaten als gefährdet: Spanien, Italien, Frankreich und Portugal. Sie listet mit Symbolen vier Kriterien auf – die den einzelnen Ländern zugewiesen werden:

> Nuklearmacht
: Wer über Atomwaffen verfügt oder auf dem Weg dazu ist.

> Euro: Staaten, die die Kriterien der
Eurozone nicht mehr oder bald nicht mehr erfüllen.

> Unruhen: Staaten, in denen soziale Unruhen drohen.

> Anschläge: Staaten, in welchen bereits Anschläge verübt worden sind.

Insider sagen gegenüber der Zeitung «Sonntag», die Karte wirke «handgestrickt», weil sie Fakten und Mutmassungen vermische. Sie ist das Werk des Bereichs Verteidigung unter Armeechef Blattmann. Nicht einmal der strategische Nachrichtendienst (SND), der Auslandgeheimdienst, soll daran mitgewirkt haben.

Brisant geworden ist die Karte nach Blattmanns Äusserungen zu Griechenland. «Auch grosse Migrationsströme könnten einen Einsatz nötig machen. Denken Sie nur an die wirtschaftliche Situation in Griechenland: Plötzlich steht in einem EU-Land der Staat vor dem Bankrott!», hatte Blattmann im «Tages-Anzeiger» gesagt. Griechenland reagiert heftig. «Wir sind überrascht über diese Aussage», hält Achilles Paparsenos gegenüber dem «Sonntag» fest, Sprecher der griechischen UNO-Mission in Genf. «Nicht nur Griechenland, sondern auch andere EU-Staaten befinden sich in einer schwierigen finanziellen Lage. Niemand erwartet, dass Bürger dieser Länder allenfalls in die Schweiz kommen möchten.»

Entsetzt sind linke Sicherheitspolitiker. «Ich habe beim Präsidenten der Sicherheitspolitischen Kommission für unsere nächste Sitzung vom 22./23. März eine Aussprache dazu verlangt», sagt SiK-Vizepräsident und SP-Nationalrat Max ChopardDas ParlamentMax Chopard
SP, AG
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gegenüber dem «Sonntag». «Und zwar in Anwesenheit des Chefs der Armee.» Er werde am Dienstag mit Ueli Maurer über Bedrohungslagen sprechen, sagt SiK-Präsident Jakob BüchlerDas ParlamentJakob Büchler
CVP, SG
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(aeg)

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  • heinz am 09.09.2010 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Guerilla Armee währe sinnvoller

    Egal wie sich unser Umfeld entwickelt - wir sollten sicherheitshalber auf das Schlimmste vorbereitet sein. Schauen wir doch nach Afghanistan - die haben mit ein paar zu allem entschlossenen Guerilla Kämpfern sowohl den Russen wie auch allen anderen in den Arsch getretten. Wir könnten das auch mit unseren Bergen. Sollen allfällige Bösewichte nur kommen - dann schiessen wir aus jedem Haus und von jedem Hügel. Dazu müssen wir aber genügend versteckte und gut geschützte Vorratslager anlegen und die Soldaden (jeder richtige Schweizer) zu Guerillas ausbilden.

  • marlies Klaus am 24.03.2010 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    weshalb?

    Weshalb soll Herr Blattmann nicht im Amt bleiben dürfen? Weshalb wird jeder "mundtot" gemacht? Diejenigen sind "meine" Feinde. Mein neues Feindbild¨!!!!!!!!!

  • Berner Bär am 15.03.2010 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Blattmann's Analyse

    Leider sind die SIPOL-Berichte Schönwetterberichte. Wie oft hat der Bundesrat damit schon arg daneben gegriffen. Man erinnere sich nur an den SIPOL-Bericht 1935, in welchem die Schweizer Regierung erklärte, dass "in den nächsten 10-12 Jahren in Europa kein militärischer Konflikt zu befürchten sei." Bekanntlich kam es anders.