UN-Mission

11. Februar 2009 14:05; Akt: 11.02.2009 14:49 Print

Darfur: Schweiz schickt MilitärbeobachterDarfur: Schweiz schickt Militärbeobachter

Die Schweiz schickt mehrere unbewaffnete Militärbeobachter nach Darfur. Die Beobachter sollen in einer gemeinsamen Mission der UN und der Afrikanischen Union (UNAMID) tätig sein. Zurzeit sind für die Schweiz 18 Militärbeobachter im Ausland tätig.

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Die humanitäre Lage im Sudan ist prekär (Bild: Reuters/Margaret Aguirre)

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Die Schweizer Mission bei den UN in New York war im vergangenen Juli um die Entsendung von drei Militärbeobachtern angefragt worden. Gesucht wurden Offiziere für die Stabsfunktionen Operationen, Logistik und Ausbildung im Hauptquartier der UNAMID in El Fasher. Der Bundesrat hiess nun die Entsendung solcher Offiziere gut. Da der Einsatz der Schweizer Militärbeobachter als unbewaffneter Friedensförderungsdienst erfolgt, ist der Bundesrat für die Genehmigung des Einsatzes zuständig, wie das VBS schreibt.

Bürgerkrieg seit 20 Jahren

Im Sudan herrscht seit über 20 Jahren ein Bürgerkrieg. Dabei kamen über zwei Millionen Menschen ums Leben, vier Millionen wurden vertrieben und über 500 000 flohen ins Ausland. Im Februar 2003 war in Darfur ein weiterer bewaffneter Konflikt zwischen den dort ansässigen schwarzafrikanischen Stämmen und der Zentralregierung in Khartum ausgebrochen.

Verhandlungen unter Federführung der Afrikanischen Union führten im Mai 2006 zu einem Friedensabkommen zwischen der Regierung in Khartum und einer der Rebellengruppen. Wegen der groben Verletzungen dieses Abkommens hat sich die humanitäre Lage in Darfur weiter verschlechtert. Heute sind vier Millionen Menschen in Darfur von der internationalen Hilfe abhängig, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) schreibt.

Rund 300 000 Menschen seien bislang im Konflikt umgekommen, über 200 000 Menschen ins Nachbarland Tschad geflüchtet und mehr als 2,5 Millionen Menschen suchten in Lagern für intern Vertriebene Zuflucht. Kernaufgaben der UNAMID sind unter anderem der Schutz der Zivilisten sowie das Beitragen zur Sicherheit der humanitären Hilfe.

Zurzeit sind insgesamt 18 Militärbeobachter für die Schweiz im Einsatz. Und zwar handelt es sich um neun im Nahen Osten, vier in Georgien, drei im Kongo sowie je einer in Nepal und Burundi, wie es beim VBS hiess.

(dapd)