

Facebook-Alarm im Bundesrat: Weil immer mehr Unterschriften für Initiativen und Referenden mit Hilfe von Facebook & Co. gesammelt werden, geraten die seit Jahrzehnten geltenden Unterschriftenzahlen (
Von der Webseite in die Fankurve
Auslöser der bundesrätlichen Bedenken sind jüngste Referendumserfolge wie beispielsweise das Referendum gegen die biometrischen Pässe: Aus dem Nichts sammelten laut Sigg «anonyme Gruppen» in Rekordzeit über
Anonymität gehört nicht zur Demokratie
Diese Entwicklung habe niemand vorausgesehen - und kratzt an Grundwerten der Schweizer Demokratie. Sigg sagt: «Anonymität ist in der ursprünglichen Anlage der direkten Demokratie nicht enthalten.» So sei es theoretisch sogar möglich, dass ein Ausländer ein Referendum lanciert - worüber die Schweizer Bürger abstimmen müssten, weiss Oswald Sigg.
Ohne Facebook keine Abstimmung über Personenfreizügigkeit
Doch nicht nur die biometrischen Pässe, sondern auch die Personenfreizügigkeit kommt nur dank dem Internet vors Volk: «Ohne Facebook hätten wir wohl nicht genügend Unterschriften zusammengebracht», gibt Lukas Reimann, SVP-Nationalrat und Mitinitiant des Referendums gegen die Personenfreizügigkeit, unumwunden zu. Es seien mehrere Tausend Download-Unterschriftenbogen eingereicht worden. «Über Facebook und unsere Webseite konnten wir zudem spontane Unterschriftensammlungen organisieren.» Daran beteiligten sich laut Reimann auch Personen, welche sich vorher nie politisch betätigt hatten.
Facebook als Unterschriftenmaschine - davon profitierten auch die Jungen Grünen bei der Sammlung für die Stopp-Offroader-Initiative: «Von den
Facebook schiebt Gruppenwerbung den Riegel vor
Davon kann auch die Initiantin von «Byebyebillag», der ersten in einer Facebook-Gruppe gestarteten Volksinitiative, ein Lied singen: «Trotz Internet ist die Unterschriftensammlung nicht so einfach, wie wir es uns vorgestellt hatten», erklärt Francisca Brechbühler gegenüber 20 Minuten Online. Ein «Riesen-Problem» sei, dass bei Facebook ab einer Gruppengrösse von 5000 Mitgliedern keine Nachrichten mehr an die eigenen Schäfchen geschickt werden könnten. «Unsere
Auch im Facebook-Zeitalter signieren sich also Unterschriftenbögen nicht von selbst. Eine Erhöhung der Unterschriftenzahl, wie es die Bundeskanzlei prüft, ist deshalb nicht nur für Reimann und Girod der falsche Weg: «Dann können nur noch jene Kreise ein Referendum oder Initiative starten, welche über mehrere 100 000 Franken verfügen», sagt Christian Thommen, der das Referendum gegen die biometrischen Pässe unterstützt. Für ihn ist die vom Bundesrat kritisierte Anonymität kein Argument: «Ob die Initianten eines Referendums im Rampenlicht stehen oder anonym bleiben wollen, geht die Landesregierung nichts an», meint er.
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Undemokratische Bundeskanzlei ich bin enttäuscht von der Bundeskanzlei, dass sie unsere politischen Recht beschneiden will. Dafür, dass die Medien die Diskussion über das Referendum gegen die biometrischen Daten nicht aufgenommen haben, kann das Referendumskomitee nichts. von: Micha Siegrist am: 03.02.2009 17:26 |
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Bravo Schweizer Jugend Zwar habe ich noch nie ein FaceBook benutzt, aber ich finde es toll, wenn sich da v.a. die jüngeren Mitbürger finden und ihr Anliegen vorbrignen. Die Junta auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene ist angesichts der Finanzkrise ratlos. Neue Lösungen müsser her. Siehe schallundrauch.info von: Vital am: 24.01.2009 22:18 |
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Verständnislosigkeit für solche Aussagen Diese Aussagen sind aus folgenden 2 Gründen absolut aus der Luft gegriffen: Wir als Chaos Computer Club Zürich sind auch intensiv an der Freiheitskampagne beteiligt und nicht anonym. - Das Erhöhen der Unterschriftenzahl ist eher ein Angriff auf die Demokratie von: leviathan am: 19.01.2009 14:25 |