Verärgert

22. Juni 2010 11:28; Akt: 22.06.2010 12:07 Print

Freysinger will Splittergruppe in der SVPFreysinger will Splittergruppe in der SVP

SVP-Nationalrat Oskar Freysinger hat genug vom Wischiwaschi-Kurs seiner Parteikollegen – und wettert gegen jene SVPler, die «an der Bahnhofstrasse verankert» seien.

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Der Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger ist unzufrieden mit dem Wischiwaschi-Kurs seiner Parteikollegen. (Bild: Keystone)

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Der angekündigte Rückzug von Nationalrat Yvan PerrinDas ParlamentYvan Perrin
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auf MerklisteDetails als SVP-Vizepräsident hat in den Westschweizer SVP-Sektionen heftige Reaktionen ausgelöst. Sie ärgern sich über jene, die die SVP Schweiz zu Kehrtwenden beim UBS-Staatsvertrag veranlassten.

Der Walliser SVP-Nationalrat Oskar FreysingerDas ParlamentOskar Freysinger
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will deshalb innerhalb der Bundeshausfraktion eine Gruppierung von 10 bis 15 Parlamentariern schaffen. Dies sagte er in einem am Dienstag publizierten Interview mit der Westschweizer Zeitung «Nouvelliste». Und diese Gruppe werde bei einmal gefällten Entscheiden bleiben.

Diese Standfesten müsste nicht allein Westschweizer sein. Sie müssten von der Parteileitung ernst genommen und in Entscheide einbezogen werden, führte Freysinger aus.

Zurzeit fälle in der SVP eine Gruppe elementare Entscheide, die nicht mit den demokratisch gewählten Instanzen übereinstimme und die «an der Zürcher Bahnhofstrasse verankert» sei, sagte er. Wie diese Gruppe funktioniere, bleibe im Dunkeln.

Freysinger äusserte Verständnis für den Entscheid von Yvan Perrin, als Vizepräsident der SVP zurückzutreten. Vor ihm hatten dies schon andere Westschweizer Parteivertreter gegenüber den Medien getan.

Der Slalomkurs der SVP beim UBS-Staatsvertrag mit den USA lasse sich der Basis nur schwer erklären, sagte Gilberte Demont, Präsidentin der Freiburger Kantonalsektion und Mitglied des schweizerischen SVP-Vorstandes.

Auseinandersetzung mit Blocher

Perrin selbst berichtete über den von den Mitgliedern der Parteileitung ausgeübten Druck bei der Abstimmung. In der Fraktionssitzung habe es eine lebhafte Auseinandersetzung zwischen Oskar Freysinger und dem SVP-Chefstrategen Christoph BlocherDas ParlamentChristoph Blocher
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gegeben, berichtete Perrin in einem Interview mit der Zeitung «Le Matin».

Die «frontalen Angriffe auf den Parteivater» seien für ihn nicht einfach gewesen. «Ich schulde ihm alles», sagte der Neuenburger Nationalrat.

Eine Lücke will Perrin gut ein Jahr vor den eidgenössischen Wahlen nicht hinterlassen. Sollte seine Nachfolge nicht vorher geregelt werden können, will er «auf die Zähne beissen» und das SVP- Vizepräsidium trotz angekündigtem Rücktritt bis Ende 2011 - also nach den Wahlen - ausüben.

(sda)

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  • KEINLINKER am 23.06.2010 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Demokratie in der SVP

    Das Problem der SVP ist, dass es keine Demokratie in der Partei gibt. Wer nicht nach dem Willen C. Blochers politisiert hat nichts verloren in der SVP oder wird als Verräter hingestellt. Dies ist sehr unschweizerisch!

  • Peter Sigrist am 23.06.2010 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Mogelpackung SVP

    Eben obendurch zeig sich die SVP Volksnah, untendurch bewahrt sie ganz klar die Interessen der Reichen und der Abzocker. Das falsche Spielchen der SVP ist hier ganz klar aufgeflogen.

  • jsvp Mitglied am 22.06.2010 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie

    Sind wir mal ehrlich, keine einzige Partei fährt zur Zeit eine einheitliche Linie. Das Thema des UBS-Staatsvertrages wurde vorallem durch die Medien skandalisiert.. Eine klare Entscheidung war halt bei diesem Thema nicht möglich, hat auch die SP nicht hinbekommen und einige FDP / CVP'ler sind von ihrer Line abgewichen. Abweichler gibts immer, oft sind es diese Querdenker die innovative Ideen haben. Mann nicht Blind einer Ideologie folgen. Klar braucht es ein gewisses Mass an Linentreue, sonst wirkt man unglaubwürdig und erreicht nichts. Aber meines errachtens stimmt das SVP Parteiklima so..