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«Sexuelle Eigenart existiert halt»
15. Dezember 2009 07:00; Akt: 15.12.2009 18:18 Print
GaySVP: Wirbel um Homo-Gruppierung
von Patrick Marbach - Schwul und in der SVP: Die Parteileitung pfeift eine Gruppe von Politikern zurück, die sich als GaySVP für Homosexuelle einsetzen möchte. SVP-Nationalrat Oskar Freysinger glaubt nicht, dass die GaySVP mit ihren Anliegen an einer Delegiertenversammlung je eine Chance hätte.
«Es gibt in der SVP viele Schwule, die sich nicht exponieren wollen, weil sie Nachteile befürchten», bedauert der bisexuelle Berner SVP-Grossrat Thomas Fuchs. Um den Betroffenen Mut zu machen und sich für die Rechte der Homosexuellen einzusetzen, hat sich die GaySVP formiert. Sie hat vor kurzem eine eigene Website aufgeschaltet, krebst aber auf Geheiss der Parteizentrale schon wieder zurück: «Wir müssen zuerst abklären, ob wir den Parteinamen und das Logo der SVP überhaupt benutzen dürfen. Deshalb nehmen wir die Seite demnächst vom Netz», erklärt Mitinitiant Beat Feurer.
GaySVP-Mitinitiant Beat Feurer: «Wir stehen nicht im Widerspruch zum Parteiprogramm.»
Die Internetseite der GaySVP gestern. Inzwischen wurden die SVP-Logos von der Seite entfernt.
SVP-Nationalrat Oskar Freysinger: «Diese sexuelle Eigenart existiert halt».(Bild: Keystone)
Homosexuelle Politiker
Nicht zum ersten Mal wird innerhalb einer Partei eine Homosexuellen-Gruppe gegründet. Bereits im Jahr 2000 gründete die SP die Fachkommission Lesben und Schwule. Und auch in der FDP gibt es eine schwullesbische Fachgruppe: RADIGAL setzt sich für die Interessen von Schwulen und Lesben innerhalb der Partei ein und berät FDP-Politiker zu diesem Thema.
Zwar gebe es in der SVP auf der emotionalen Ebene Widerstände, sich mit Homosexualität positiv auseinanderzusetzen: «Aber wir stehen nicht im Widerspruch zum Parteiprogramm», betont Feurer. So ergänzt die GaySVP die Positionen mit einer eigenen Argumentationslinie – etwa in der Ausländerpolitik: «Die GaySVP ist gegen Überfremdung und steht zum Minarett-Verbot», versichert Feurer. Denn islamische Kulturen seien oft intolerant gegenüber Homosexuellen und dürften deshalb in der Schweiz nicht ungehindert Einzug halten.
Trotzdem ist die rosa SVP der Mutterpartei offenbar nicht ganz geheuer: «Wir müssen zuerst abklären, was das für eine Organisation ist und was für Leute dahinterstecken», erklärt SVP-Generalsekretär Martin Baltisser. Grundsätzlich sei die sexuelle Ausrichtung der Parteikollegen aber kein Problem: «Wir haben zahlreiche homosexuelle Mitglieder.»
SVP-Nationalrat Oskar FreysingerDas Parlament
Oskar Freysinger
SVP, VS
auf MerklisteDetails nimmt Stellung zur GaySVP
Was halten Sie von der Gründung der «GaySVP»?
Oskar Freysinger: Ich bin dagegen, dass sich für jedes Spezialanliegen ein Grüppchen bildet. Schwierig wird es bei dieser Organisation vor allem, wenn sie mit extremen Forderungen auftritt. Etwa wenn sie beispielsweise ein Adoptivrecht für Schwule fordert oder wenn sie eine Anpassung der Lehrmittel verlangt. Es kann nicht sein, dass bereits in der Schule Werbung für Homosexualität betrieben wird. Ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass die GaySVP an einer SVP-Delegiertenversammlung mit ihren Anliegen je durchkommen würde.
Was halten Sie persönlich von Homosexuellen?
Diese sexuelle Eigenart existiert halt nun einmal. Es geht uns grundsätzlich nichts an, was jemand in seinem Schlafzimmer treibt. Deshalb habe ich nichts gegen homosexuelle Politiker. Für Homosexuelle, die eine strikte Ausländerpolitik verfolgen und die Souveränität des Landes nicht aufs Spiel setzen wollen, gibt es wohl keine andere Partei als die SVP.
Die SVP will die traditionelle Familie stärken. Wie sind konservative Familienwerte mit der neuen SVP-Schwulen-Gruppe vereinbar?
Natürlich steht die SVP für traditionelle Familienwerte. Aber wir können die Schwulen schliesslich nicht dazu zwingen, Kinder zu zeugen – auch wenn wir von den geburtenstarken islamischen Ländern immer mehr in die Enge getrieben werden.
Denken sie, dass konservative Wähler der SVP wegen dieser neuen Organisation abspringen könnten?
Nein, das bezweifle ich. Schliesslich ist die SVP keine schwulenfeindliche Partei.
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Alle 201 Kommentare





























schwul egal, Kinder adoptieren tabu
Wenn Wahlen anstehen können schwule Politiker ja auf ihr Propaganda-Prospekt draufschreiben, dass sie schwul oder lesbisch sind. Viele Wähler werden das vermutlich gar nicht bemerken, da sie bei der Stimmabgabe nur das Gesicht bewerten. Kinder adoptieren soll aber tabu sein!
typisch
Ein Politiker wird gewählt, weil er für eine bestimmte Politik steht und nicht weil er oder sie schwul oder lesbisch ist. Es besteht kein Nachteil für ein Kind bei einem homo- oder heterosexuellen Paar aufwächst. Kindern die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufwachsen wird von wissenschaftlicher Seite sogar eine größere soziale Kompetenz zu gesprochen.
GaySVP
Sollen eigene Partei gründen
Die dummsten Kälber wählen den Metzger..
Ich als SVP Mitglied habe bisher keine offenherzige Ablehnung erfahren...ich denke es wird Zeit die SVP nicht mehr mit den Natzis zu vergleichen das ist langsam alter nachgeschwatzter Tabak.... wirklich langlweilig... In der SVP wird Sachpolitik betrieben und dazu gehören genauso die Rechte von Homosexuellen die ausgegrenzt werden.