Lockvogelangebote

12. August 2010 12:13; Akt: 12.08.2010 13:22 Print

Gibt es bald keine «Happy Hours» mehr?Gibt es bald keine «Happy Hours» mehr?

Schluss mit billigem Alkohol: Sucht Info Schweiz fordert ein striktes Verbot von «Happy Hours». Und auch Coop und Co. sollen kein verbilligtes Bier mehr anbieten dürfen.

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In der Kritik der Suchtexperten: «Happy Hour»-Angebote.

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Mit «Happy Hours», Fünfliber-Abenden, Ladies Nights oder Zwei-für-Eins-Angeboten werben Gastronomen um Kundschaft. Doch damit soll bald Schluss sein. Sucht Info Schweiz fordert ein «striktes Verbot sämtlicher Vergünstigungen für alle alkoholischen Getränke», heisst es in einer Mitteilung. Ein solches Verbot gibt es heute erst für Spirituosen. Sucht Info Schweiz fordert nun aber auch für Wein und Bier im Alkoholgesetz ein Lockverbot. Die Lockangebote fördern laut Suchtexperten vor allem bei einem jüngeren Publikum den Alkoholkonsum und steigerten das Rauschtrinken.

Der Entwurf für ein neues Alkoholverbot wurde Ende Juni in die Vernehmlassung geschickt. Bereits damals kritisierten Suchtexperten den Entwurf. Denn der Gesetzesentwurf verbietet die Lockvogelangebote nicht grundsätzlich. Zugaben und Vergünstigungen für Bier und Wein bleiben ausser freitags und samstags zwischen 21 und 9 Uhr erlaubt. «Um diese Zeit braucht doch kein Wirt ein Lockangebot, da Bars und Clubs dann sowieso voll sind», sagte Markus Theunert, Generalsekretär des Fachverbands Sucht. Weil diese Regelung den Konsum während der Woche weitgehend ermöglicht und vergünstigte Apéros auch am frühen Freitag- und Samstagabend erlaubt bleiben, sprechen Suchtexperten von einer «Alibi-Einschränkung». Michel Graf, Direktor von Sucht Info Schweiz sagt: «Jegliche vergünstigte Abgabe von Alkohol läuft einer wirksamen Prävention zuwider.» Das Verbot für Happy Hours oder All-inclusive-Anlässe sollte deshalb jederzeit für alle alkoholischen Getränke gelten.

Kein Rabatt bei Coop, Denner und Co.

Das betrifft auch den Detailhandel. Denn die Forderung geht so weit, dass auf Alkohol überhaupt kein Preisrabatt mehr gewährt werden dürfte. Zwölf Büchsen Bier zum Preis von zehn wären dann etwa verboten. Zudem dürften beim Kauf von Alkohol auch keine zusätzlichen Geschenke in Form von Gratis-Gläser oder Ähnlichem gemacht werden.

Die Totalrevision des Alkoholgesetzes ist bis Ende Oktober in der Vernehmlassung. Bereits gilt ein Verbot von Lockangeboten bei Spirituosen. Die Zahl der Verfahren wegen «Versprechen von Vergünstigungen» und «Handel mit gebrannten Wassern unter Gewährung von Zugaben und Vergünstigungen, die den Konsumenten anlocken sollen» hat sich 2009 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.

(meg)

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  • olio22 am 16.08.2010 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wo führt das noch hin

    Ich verstehe diese Schweiz nicht mehr. Merken die vom Bundeshaus überhaupt nicht das Sie mehr Schaden anrichten mit ihrem Müll wo sie ständig rauslassen.Dann klagen sie wieder über zuviele Arbeitslose ect. kein Wunder man darf nicht mehr rauchen in den beizen. die promille grenze ist runtergeschraubt. man darf das nicht und jenes nicht......ich glaube wer 18 ist ist volljährig. aber ich komme mir sehr bevormndet vor vom bund. du darfst das nicht machen sonst gibts saures..das hörte ich wo ich noch in der schule war von meiner mutter oder vater. und heute vom bund... ich finde es echt krass.

  • Felix Müller am 16.08.2010 00:26 Report Diesen Beitrag melden

    DDR reloaded

    Ein weiteres Verbot, ein weiterer Daumen auf die Bevölkerung. Für mich ist das die DDR reloaded, in kleinen Schritten zum Sozialismus, und das in ganz Europa.

  • Adi am 15.08.2010 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    arbeiten wird nicht verboten

    es ist beruhigend, wenigstens arbeiten gehen darf man noch. dies zwar immer mehr zu einem sch.... lohn mit dem man sich keinen kleinen luxus mehr gönnen kann. schön brav alles was spass macht verbieten, dafür noch mehr arbeiten am liebsten bis 70 nicht? wir sind bereits heute das volk in europa das am meisten arbeiten geht. nun will man uns alles was vergnügen bereitet wegnehmen damit wir NUR noch fürs arbeiten leben. wenns so weiter geht heissts auswandern für mich, arbeiten um zu leben, nicht umgekehrt!!!

    • m.kissling am 01.11.2010 04:28 Report Diesen Beitrag melden

      sehr schön gesagt, danke!

      sehr schön gesagt, danke!

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