Flughafen Zürich

19. März 2010 14:13; Akt: 19.03.2010 14:54 Print

Grünes Licht für den A380Grünes Licht für den A380

Der Superjumbo Airbus A380 darf schon in wenigen Tagen täglich in Zürich landen und starten.

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Es war sein Tag: Am 20. Januar 2010 landete erstmals ein A380 in Zürich Kloten. Ausblick aus dem A380: Die Fans müssen draussen bleiben. Zutritt zum Superflieger ist nur den Medienleuten gestattet. An einen Flieger der Extraklasse erinnert drinnen aber noch nichts. Ein Teil einer Bordküche. Grosse Behälter, die mit Flüssigkeit gefüllt sind, simulieren das Gewicht von Passagieren und Fracht. Mit der unterschiedlichen Befüllung der Tanks können die Ingenieure beispielsweise Heck- oder Buglast erreichen und das Flugverhalten testen. Der Arbeitsplatz der Airbus-Ingenieure: Im Testflugzeug sind verschiedene Messgeräte installiert, die von diesem Pult aus überwacht werden. Und auch im Oberdeck fehlen Monitore nicht. Nur ein kleiner Teil des Oberdecks ist mit Business-Class-Sitzen eingerichtet. Auch die Testmaschine von Airbus hat eine: Die Blackbox, die bei Abstürzen Aufschluss über die Ursache geben soll. Das Gepäck der Crew: Die Piloten, Techniker und Mediensprecher fliegen im Werks-A380 mit. Nicht alle Kabel dienen Testzwecken: Die Werks-A380 hat keine Innenverkleidung, weshalb auch die üblichen technischen Installationen sichtbar sind. Angeflogen kam der Riesenvogel um 8:20 Uhr, zehn Minuten vor der angekündigten Landezeit. Zahlreiche Zuschauer erwarteten ihn trotz der Kälte. Die Werksmaschine von Airbus kam aus Toulouse. Fast geräuschlos flog der A380 an der jubelnden Menge vorbei. Das Wetter war nicht ideal. Wegen des Nebels betrug die Sicht nur einige Hundert Meter. Das zur Landung sehen Sie im Video-Channel. Für die Landung hatte der Flughafen kein spezielles Sicherheitsdispositiv. Trotzdem waren viele Angestellte des Flughafens auf den Beinen und konnten die Landung aus privilegierter Position beobachten. Für wahre Freunde der Aviatik begann der Tag noch vor dem Morgengrauen. Bereits um 7:30 Uhr warteten sie in Oberglatt, nördlich der Piste 16, wo der A380 landen sollte. Ausgerüstet mit Fotoapparaten kämpften die Fans bereits um 8 Uhr um die besten Plätze. Während die Zuschauer noch gestaffelt anreisten... ...wollten nach der A380-Landung alle zur gleichen Zeit wieder weg. Verkehrsstau rund um den Flughafen war die Folge. Aber nicht nur die Fans warteten geduldig in der Kälte, sondern auch Dutzende von Medienleuten. Sie hofften auf das schönste Bild des Superfliegers. Andere wollten den A380 aus der Nähe sehen: 4000 bis 5000 Fans warteten bereits vor 8 Uhr im Besucherbereich des Flughafens. Dort traf der Airbus nach der Landung kurz vor 8:30 Uhr ein. Einen exklusiven Blick auf das Flugzeug hatten diese Personen auf einem Gebäude neben dem Flughafen. Auf dem Boden konnten die Besucher die Grösse des A380 erleben. Die Besucher fotografierten... ...den Riesenvogel. In die Höhe mit der Kamera, damit nicht nur Köpfe zu sehen sind. Posieren vor dem A380: Ein Erinnerungsbild vom einmaligen Tag. So nah die Besucher dem A380 aber auch kamen, hinein durften sie nicht. Sie mussten sich mit dem Anblick von aussen begnügen. Die ausgewählten Gäste und die Journalisten konnten in den A380 hinein — über eine Gangway. Nachdem die Besucher nach 12 Uhr wieder gehen mussten, nahm das Flughafenpersonal erste Messungen vor. Ein Arbeiter entfernt die Keile, welche das Flugzeug blockierten. Dann erst kam der kleine Star des Tages zum Einsatz: Der neue Flugzeugschlepper, der auch mit dem A380 fertig wird. Er stiess das Riesenflugzeug von seinem Ausstellungsort — an die Arbeit. Denn der Grund für den Besuch des Werk-A380 sind Tests auf dem Flughafen Zürich.

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Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat den Flughafen Zürich-Kloten für den Airbus zertifiziert. Das grösste Passagierflugzeug der Welt wird den grössten Flughafen der Schweiz ab dem kommenden 28. März täglich anfliegen.

Ausführlich geprüft

Der Zertifizierung vorausgegangen waren im Januar technische Tests mit einem Werksflugzeug von Airbus. Die Tests waren eine Auflage des BAZL. Sie haben laut dem Flughafen Zürich bestätigt, dass die Berechnungen bezüglich Hindernisfreiheit am Flughafen Zürich-Kloten und Auswirkungen auf Navigationssysteme korrekt gewesen seien und dass Abfertigung, Betankung, Enteisung und Energieversorgung funktionierten.

Tägliche Flüge nach Singapur

Die Flughafenbetreiberin hatte dem BAZL die Testergebnisse Ende Januar eingereicht, worauf die Aufsichtsbehörde die Zertifizierung nun zügig erteilte. Die Fluggesellschaft Singapore Airlines werde den Airbus 380 ab Ende März für tägliche Linienflüge auf der Strecke Singapur-Zürich-Singapur einsetzen. Dadurch werde Zürich neben den Flughäfen Paris Charles de Gaulle und London Heathrow der dritte Flughafen in Europa, der von einem Airbus 380 regelmässig im Linienverkehr angeflogen werde.

Riesenvogel für bis zu 853 Passagiere

Das Riesenflugzeug mit einer Flügelspannweite von 80 Metern und zwei Passagierdecks könnte bei einer vollständigen Economy-Bestuhlung bis zu 853 Passagiere transportieren. Die Ausführung von Singapore Airlines bietet 471 Passagieren Platz, darunter zwölf Plätze in der First Class und 60 in der Business Class. Der Riesenvogel war am vergangenen 20. Januar erstmals in der Schweiz - und bestaunt von Tausenden von Zaungästen - am Flughafen Zürich-Kloten gelandet.

Video: A380-Landung in Zürich
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(dapd)