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SBB-Chef Gygi
22. Februar 2009 08:21; Akt: 22.02.2009 08:30 Print
Höhere Billettpreise - unrealistisch
Höhere SBB-Tarife wären gerechtfertigt, sind aber schwer durchsetzbar, meint SBB-Präsident Ulrich Gygi. Er äusserte sich auch zum letztjährigen Gewinn der Post, der er noch bis Ende März als Konzernchef vorsteht, und sagte, der Gewinn belaufe sich auf deutlich über 500 Millionen.
Auf die geplante SBB-Tariferhöhung im kommenden Dezember angesprochen, sagte Gygi in einem Interview im «Sonntag», die SBB hätten ihr Angebot verbessert und ausgebaut. Deshalb wäre eine Preiserhöhung berechtigt. «Aber es wird sehr schwierig sein, eine solche bei dieser konjunkturellen und politischen Lage durchzusetzen», schränkte der SBB-Verwaltungsratspräsident ein. Zu den Vorbehalten von Verkehrsminister Moritz Leuenberger sagte Gygi, dieser habe einfach vor einem unerwünschten Kippeffekt gewarnt. Wenn die Leute aber richtig rechnen würden, dann wüssten sie, dass das Auto teurer käme als die Bahn.
500 Millionen Franken Gewinn
Zum letztjährigen Gewinn der Post sagte Gygi, dieser belaufe sich auf deutlich mehr als 500 Millionen Franken. Das abgelaufene Jahr sei ein bisschen schlechter als das vorangegangene, aber besser, als das laufende sein werde. 2007 hatte die Post einen Rekordgewinn von 909 Millionen Franken ausgewiesen. Davon musste sie 300 Millionen dem Bund abliefern. Für 2008 werde dies nicht möglich sein, sagte Gygi. Die Post werde einen Antrag auf einen niedrigeren Betrag stellen. Entscheiden wird aber der Bundesrat. Schon für 2007 wollte die Post nur 250 Millionen Franken abliefern; der Bundesrat stockte den Betrag aber um 50 Millionen Franken auf. Es handelte sich um die erste Gewinnablieferung der Post seit der rechtlichen Verselbstständigung des Unternehmens.
(dapd)

























