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Putsch-Opfer
23. Juni 2010 22:22; Akt: 24.06.2010 08:48 Print
Juso schockieren Fussballfans
von Lorenz Hanselmann - Die Juso wollen vor dem morgigen WM-Knüller blutige Panini-Bilder von Putsch-Opfern aus Honduras verteilen. Für die anderen Jungparteien wird die Partei damit zum Spassverderber.

Das Juso-«Minipaniniheft» mit Opfern des Staatsstreichs von 2009 in Honduras.
Roger Vallejo Soriano, 37, blutüberströmt mit einer Schusswunde im Kopf – solche Bilder zeigen die Juso und das Zentralamerika-Sekretariat Schweiz in ihrem «Minipaniniheft», das sie seit heute verteilen. Statt honduranischen Spielern können darin Bildchen von Opfern des Staatsstreichs von 2009 in Honduras eingeklebt werden. «Wir dürfen nicht vergessen: Die Nati spielt morgen gegen ein Land, in dem auch heute noch Menschen aus politischen Gründen ermordet werden und Putschisten an der Macht sind», sagt Juso-Chef Cédric WermuthDas Parlament
Cédric Wermuth
SP, AG
auf MerklisteDetails. Auf der Frontseite des Hefts steht deshalb «Rote Karte für die Putschregierung in Honduras».
Die rote Karte würden die Jungparteien der CVP und der FDP am liebsten Wermuth selbst zeigen: «Ich bedaure sehr, dass die Juso Sport und Politik nicht auseinanderhalten kann», sagt JFDP-Vorstand und Nationalrat Christian WasserfallenDas Parlament
Christian Wasserfallen
FDP, BE
auf MerklisteDetails. «So etwas verdirbt einem die Freude am Fussballschauen.» Auch JCVP-Präsident Simon Oberbeck hält die Aktion für völlig deplatziert: «Die Juso missbraucht ein freudiges Fest für primitive Effekthascherei.» Er hat Wermuth bereits nach dem Plakat mit den Parteipräsidenten als Prostituierte in einem offenen Brief zum Rücktritt aufgefordert. Dieser reagiert mit Kopfschütteln: «Die Gleichgültigkeit der bürgerlichen Jungparteien erschreckt mich. Die Menschen in Honduras haben unsere Solidarität jetzt dringend nötig.»
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Alle 66 Kommentare




























Genau richtig so
Ich war vor einem Jahr an einer Demo gegen den Putsch in Honduras. Auch damals beim Putsch hat das Militär gemordet und gefoltert. kein Schwein hat's interessiert. An der Demo waren gerade mal 40 Leute. Die JUSO-Aktion schafft's ins 20 Minuten und hat schon über 60 Kommentare. Darum ist die Aktion vom Timing her genau richtig. Das muss jetzt passieren, dann kriegen's die Leute mit. Anstatt über die JUSO zu schimpfen, sollten wir uns überlegen, was wir hier gegen den Putsch in Honduras tun können...
Nach einem Fussballspiel
In Honduras wurden nach einem Fussballspiel mehere Fans von Polizisten getötet. Weil sie gerufen haben raus mit den Puschisten. Und nicht weil sie gewaltätig waren. Es scheint mir wichtig zu sein Sport und Politik zu trennen. Aber nicht in jedem Fall ist das richtig. Wer hat schon von den umständen gehört die in Honduras herrschen. Und die WM ist da halt eine Chance für das Problem Honduras.
Menschenrechte
Es ist notwendig, auf die Verletzungen von Menschenreche hinzuweisen. Da gäbe es etliche Länder zu erwähnen. Nur, die Fussballspieler an der WM wollen eine sportliche Leistung erbringen. Deshalb gehören solche Aktionen der JUSO zeitlich vor oder nach der WM.