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Kosovo
02. September 2010 13:53; Akt: 02.09.2010 16:07 Print
Lehrermörder Gecaj an Schweiz ausgeliefert
von Lukas Mäder und Ronny Nicolussi - Der Lehrermörder Ded Gecaj ist auf dem Flughafen Altenrhein eingetroffen. Nun können die St. Galler Behörden ihn erstmals befragen, was Monate dauern wird.
Nach jahrelanger Verfolgung wurde der mutmassliche Lehrermörder Ded Gecaj heute an die Schweiz ausgeliefert. Nachdem der kosovarische Justizminister am Montag der Auslieferung zustimmte, hat Gecaj heute um
Ded Gecaj gab auf seiner Flucht im Jahr 2008 ein Interview am albanischen Fernsehen.
Ded Gecaj hatte am 11. Januar 1999 in St. Gallen Paul Spirig, den Lehrer seiner Tochter, ermordet. Grund war offenbar, dass die Tochter Spirig erzählt hatte, dass ihr Vater sie missbrauche. Gecaj war nach dem Mord in seine Heimat Kosovo, das damals noch zu Serbien gehörte, geflüchtet. Die serbischen Behörden verurteilen ihn zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren. Bereits nach zwei Jahren kam er wieder frei.
Die Schweizer Behörden hatten die Verurteilung nie anerkannt. Gecaj blieb international ausgeschrieben. Im Mai 2006 tauchte Gecaj in Kosovo, das inzwischen unter internationaler Verwaltung stand, unter, nachdem die St. Galler Behörden 2005 ein Auslieferungsgesuch gestellt hatten. 2007 wurde er verhaftet, aber später wieder freigelassen. (mdr)
Die zuständige St. Galler Untersuchungsrichterin Ursula Brasey reagiert mit grosser Erleichterung auf die Auslieferung Gecajs. «Wir sind deshalb erleichtert, weil es nicht sein kann, dass sich jemand der strafrechtlichen Beantwortung bei uns entzieht, indem er sich ins Heimatland absetzt», sagt sie gegenüber 20 Minuten Online. Die Auslieferung habe nur dank einer hervorragenden internationalen Zusammenarbeit geklappt.
Gecaj sei nach seiner Landung in St. Gallen in ein Untersuchungsgefängnis gebracht worden. In welches, wollte Brasey nicht sagen. Bereits heute werde sie erste Untersuchungshandlungen vornehmen. Weil Gecaj nach der Tat geflüchtet war, konnte er bisher nie von den St. Galler Behörden befragt werden. Die Befragung Gecjas werde wohl mehrere Monate in Anspruch nehmen, so Brasey. Wann es zu einem Prozess vor dem Kreisgericht St. Gallen kommen wird, konnte die Untersuchungsrichterin noch nicht sagen, ergänzt aber: «Wir wollen das Verfahren möglichst rasch zu einem Ende führen.»
Beschwerden Gecajs abgelehnt
Gecaj war am 17. Mai in Kosovo verhaftet worden. Die junge Republik Kosovo hatte von Beginn an signalisiert, dass sie Gecaj ausliefern wolle. Gegen seine Auslieferung legte der Verhaftete jedoch Berufung ein, die die kosovarischen Gerichte ablehnten. Die Schweiz musste aber im Juni ein neues Auslieferungsgesuch an Kosovo übermitteln. Am 16. August lehnte das Oberste Gericht Kosovos letztinstanzlich die Beschwerde Gecajs ab. Bereits vorher hatte das Verfassungsgericht befunden, dass die Auslieferung Gecajs grundsätzlich möglich sei. Die Schweiz hat mit Kosovo ein Abkommen unterzeichnet, dass dem Balkanstaat ermöglicht, bei schwerwiegenden Einzelfällen eigene Staatsbürger auszuliefern. Dazu muss die Schweiz dem Auslieferungsgesuch aber ein Beweisdossier beilegen, was auch im Fall Gecaj passiert ist.
Trotz Verzögerungen loben beide Seiten die gute Zusammenarbeit in diesem Fall. Das sei ein Grund, der die Auslieferung überhaupt ermöglicht habe, sagt Folco Galli, Sprecher des Bundesamts für Justiz. Auch ein Mitarbeiter des kosovarischen Justizdepartements lobte die gute Zusammenarbeit in diesem Fall. Ein internationaler Diplomat in Pristina sagte schon früher gegenüber 20 Minuten Online, dass der junge Staat Kosovo ein Interesse daran habe, diesen Fall nach rechtsstaatlichen Grundsätzen abzuwickeln: «Das wäre ein Erfolg für Kosovo.» Dieser Fall ist nun eingetreten.
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Alle 50 Kommentare





























Schweiz für Recht und Freiheit
Was hier erzählt wird, dass stimmt hinten und vorne nicht. Wieso wird eine Familie so verletzt, nur weil ein "kranker Lehrer" Lust dazu hat minderjährige Frauen zu vergew.....! Wieso redet niemand über die Wahrheit! Sah Herr Gecaj wie ein Vebrecher aus? In dieser Nation ist eine Misshandlung von Kindern fast nie vorgekommen. Wieso sollte die Mutter, die das Mädchen 9 Monate im Bauch getragen hat, ihr noch so was schreckliches antun! Auch der Vater, der in der Schweiz nie aufgefallen und immer der Arbeit nachgegangen ist. Und alle sagen immer wieder, Schweiz sei ein Rechtsstaat!
Alles kommt wieder hoch
Ich kenne die Frau des Opfers persönlich, die inzwischen ein ganz normales Leben führt und das ganze verdrängen konnte. Ich finde es frech und auch unfair, diese ganzen Gefühle bei den Betroffenen wieder hochkommen zu lassen. Es sind alle froh dass er jetzt gefasst worden ist, aber ich bin gegen diese unnötigen Werbeberichte.
sind die Spaziergänge nur gestellt
Sind die Fotos des Spazierganges im Gefängnis in Kosavo nur gestellt? War er überhaupt im Gefängnis oder nur eines Beweis-Fotos wegen? Ich selbst kann die Lügen des Mörders nicht glauben wie hoffentlich unsere Richter auch. Mit solchen Leuten kann man nur sehr sehr hart ins Gericht gehen und zu langen Strafen verurteilen