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Zwangsmassnahme
19. März 2010 17:29; Akt: 19.03.2010 17:41 Print
Schweizer Milch für 33 Rappen ins Ausland
Das Ziel, die Milchmenge zu reduzieren, ist gescheitert. Jetzt wird die überschüssige Milch in Nicht-EU-Länder exportiert - zu Weltmarktpreisen.

Weil die Reduktion der Milchmenge fehlgeschlagen ist, wird Schweizer Milch jetzt ins Ausland verkauft - für 33 Rappen das Kilo. (Bild: Keystone)
Die im Februar von der Branchenorganisation Milch (BOM) beschlossenen Massnahmen zur Reduktion der Schweizer Milchmenge haben die gewünschte Wirkung verfehlt. Jetzt schaltet die BOM einen Gang höher und nimmt
Schweizer Milch für 33 Rappen das Kilo
Vorgesehen war, dass die
Für die Schweiz beschloss die BOM, den Richtpreis für Molkereimilch für die Periode April bis Juni 2010 unverändert bei 62 Rappen pro Kilo Milch zu belassen. Dies entspreche ungefähr dem Durchschnittspreis, den ein Produzent für seine Milch derzeit bekomme, sagte Gerber.
Notgroschen zum Abwehren ausländischer Milch
Weiter entschied sich die BOM für die Schaffung einer von den Milchproduzenten und -verarbeitern gemeinsam finanzierten Interventionsreserve in Höhe von maximal 20 Millionen Franken. Damit soll ein Teil der Erstattungslücke in Höhe von 55 Millionen Franken aufgefangen werden, die wegen den Sparmassnahmen des Bundes beim so genannten «Schoggi-Gesetz» entstanden ist.
Im Rahmen des «Schoggi-Gesetzes» werden inländische Rohstoffe wie Milch und Butter durch den Bund verbilligt, damit beispielsweise Schokoladenhersteller nicht auf billigere ausländische Milch zurückgreifen. Gleichzeitig wird mit der Verbilligung auch der damit verbundene Veredelungsverkehr ins Ausland verhindert.
(sda)

























