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SBB
04. September 2010 23:30; Akt: 05.09.2010 20:15 Print
Weniger Schalter an den Bahnhöfen
Mit einem neuen Verkaufskonzept wollen die SBB die Zahl der Billettschalter zugunsten von «betreuten Selbstbedienungszonen» abbauen.
Die SBB wollen ihren Service herunterfahren. Wie die Zeitung «Sonntag» berichtet, werden bediente Schalter immer mehr den elktronischen Billetautomaten weichen.
Infografik Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB)So haben die SBB für den Bahnhof Bern aufgrund ihrer neuen Verkaufsphilosophie ein Umbauprojekt von sieben Millionen Franken für 2011 beschlossen. Die Zahl der Verkaufspunkte im Bahnhof Bern wird von fünf auf einen reduziert, wie die SBB bestätigen. Im Gegenzug steigt die vermietbare Verkaufsfläche, wodurch die Bahn ihre Mieteinnahmen langfristig erhöhen kann.
Bereits umgesetzt ist das neue Konzept in Zürich und Freiburg; Basel, Biel, Zug und Genf Flughafen haben die SBB zu «Pilot-Bahnhöfen» erklärt, wo das neue Konzept getestet wird. Dieses führt dazu, dass die SBB weniger Schalterbeamte für den Billettverkauf benötigen. Doch das Personal soll nicht entlassen, sondern für andere Aufgaben eingesetzt werden, wie die SBB betonen. Die Verkaufsmitarbeiter würden künftig im Verkehrs- oder Ereignismanagement wie etwa bei Zugausfällen oder Grossanlässen eingesetzt.
Die Eisenbahnergewerkschaft SEV befürchtet dennoch einen schleichenden Stellenabbau und kritisiert das neue SBB-Konzept als «Strategie, den Kundenservice kontinuierlich zu reduzieren.» SBB-Chef Andreas Meyer verteidigt hingegen das Konzept, das «effizientere Auskünfte und bedürfnisgerechtere Bedienung der Kunden» erlaube.



























