Vespa velutina

20. August 2009 14:13; Akt: 20.08.2009 14:47 Print

Attacke der asiatischen Killer-HornissenAttacke der asiatischen Killer-Hornissen

Eine räuberische Hornissenart aus Asien treibt in Südfrankreich ihr Unwesen. Die Insekten jagen einheimische Bienen und töten sie. Und auch Menschen wurden schon angegriffen.

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Das erste Nest der von China bis Indonesien vorkommenden Hornissen wurde in Frankreich 2004 entdeckt. Die Art Vespa velutina hatte sich bei Bordeaux eingenistet. Laut oe24.at vermutet man, dass die Tiere in einem Container aus China eingeschleppt wurden.

Seitdem verbreitet sich das Insekt trotz intensiver Bekämpfung rasant. 2007 wurden bereits 2000 Nester in der Region zerstört. Dennoch gibt es heute Tausende von Kolonien. Jährlich dringe die Hornisse 100 bis 150 Kilometer weiter vor.

Räuberische Zuzüger

Die Hornissen machen einheimischen Insekten das Leben schwer, sie jagen sie und können sogar rückwärts fliegen. Selbst die heimische Hornisse Vespa crabo hat gegen den Neuankömmling keine Chance. Die Vespa velutina ist zwar deutlich kleiner, doch ihre Nester sind gigantisch.

Europäische Hornissen bauen Nester für ein paar Hundert Tiere, ihre asiatischen Verwandten errichten Unterkünfte für Tausende von Jägerinnen.

Angriffe auf Menschen

Mit der Ausbreitung des Eindringlings häufen sich Klagen über Angriffe auf Menschen. Kürzlich attackierte ein grosser Schwarm asiatischer Hornissen im südwestfranzösischen Saint-Vite Wanderer und Radfahrer. Sechs von ihnen mussten mit Dutzenden von Stichen hospitalisiert werden.

Gefahr für viele Bienen

Nach Meinung französischer Imker könnte der Eindringling für Honigbienen und andere heimische Insekten zur tödlichen Gefahr werden. Bewiesen ist das bisher nicht. Wissenschaftlern zufolge erbeutet eine Hornisse vor einem Bienenstock sechs Bienen pro Stunde. Anders als asiatische Bienen, die die Angreifer austricksen können, seien heimische Arten wehrlos.