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Exo-Planet
19. Januar 2009 17:57; Akt: 05.02.2009 15:11 Print
Erd-Zwilling entdeckt
Der kleinste bisher entdeckte Planet ausserhalb unseres eigenen Systems ist noch kleiner als bisher angenommen — er verfügt nur über 1,4 Erdmassen.

1,4 Erdmassen: Künstlerische Illustration von MOA-2007-BLG-192-L b (Bild: ESO)
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Das Astronomie-Quiz
Die meisten Exo-Planeten, die bisher entdeckt wurden, sind unwirtliche Gas-Riesen, die hunderte von Erdmassen aufweisen. Sie sind deshalb kaum valable Kandidaten bei der Suche nach möglichen Heimstätten für ausserirdisches Leben.
Exo-Planetensind extrasolare Planeten, die sich ausserhalb des vorherrschenden gravitativen Einflusses unserer Sonne befinden und daher nicht zu unserem Sonnensystem gehören, sondern einen anderen Stern umkreisen. Die ersten Exo-Planeten wurden 1992 entdeckt; derzeit sind etwa 335 solche Himmelskörper bekannt.
Die meisten Exo-Planeten wurden nicht direkt beobachtet, da sie durch das Licht ihrer Zentralgestirne überstrahlt werden. Sie wurden durch verschiedene indirekte Beobachtungsmethoden nachgewiesen, beispielsweise durch die Transitmethode, welche die Schwankung der Lichtintensität des Muttergestirns misst, wenn der Planet von der Erde aus gesehen vor diesem vorbeizieht.
(Quelle: Wikipedia.org)
Vom Braunen zum Roten Zwerg
Aus diesem Grund versetzt die Entdeckung eines vergleichsweise kleinen Planeten die Astronomen viel mehr in Aufregung. Der bis auf einen 1994 entdeckten Miniplaneten kleinste Planet ausserhalb unseres Sonnensystems war nur gerade 3,3 Erdmassen schwer — bisher. Neue Messungen, so berichtet das Wissenschaftsportal NewScientist.com, legen nämlich nahe, dass der 2008 entdeckte Gesteinsplanet mit dem länglichen Kürzel MOA-2007-BLG-192-L b nur gerade 1,4 Erdmassen wiegt. Damit wäre er — neben unserem Nachbarplaneten Venus — der Himmelskörper, der unserem Heimatplaneten in puncto Masse am nächsten käme: ein ferner Zwillingsplanet, gewissermassen.
Die Korrektur verdankt sich der Neu-Klassifizierung des Muttergestirns von MOA-2007-BLG-192-L b. Zu Beginn gingen die Astronomen davon aus, dass es sich dabei um einen so genannten Braunen Zwerg handle. Diese Sterne sind zu klein für den Fusionsprozess, der normale Sonnen befeuert. Neue Messungen hätten aber ergeben, dass diese Sonne ein etwas grösserer Stern sei, nämlich ein Roter Zwerg, erklärte Jean-Philippe Beaulieu vom Pariser Astrophysikalischen Institut.
Eisige Welt
Die Astronomen hoffen nun, im April oder Mai mit Hilfe des «Very Large Telescope» in Nordchile ein deutlicheres Bild des Erdzwillings zu erhalten. Allerdings dürfte es sich bei MOA-2007-BLG-192-L b, wenn sich die aktuellen Beobachtungen bestätigen, um eine eisige Welt handeln. Auch wenn der Exo-Planet sein Muttergestirn in einer ähnlichen Distanz umkreist wie die Venus unsere Sonne, ist er wohl ein Eisplanet, denn der Rote Zwerg liefert nur wenig Wärme. Nur wenn der Planet über eine dicke, isolierende Wasserstoff-Atmosphäre verfügt, könnten auf seiner Oberfläche Bedingungen herrschen, die Leben ermöglichen.
(dhr)

























