Down Under

08. Januar 2009 11:36; Akt: 08.01.2009 16:25 Print

Tödliche Spinne vermehrt sich rasantTödliche Spinne vermehrt sich rasant

Australien wird einmal mehr von einer giftigen Tierart bedroht. Die Notfallstationen sind voll mit Opfern von Spinnenbissen einer besonders giftigen Sorte.

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Während hierzulande Gefrierschranktemperaturen herrschen, erfreuen andernorts wohlige Temperaturen die Bewohner. Ganz zum Leidwesen der Bevölkerung in Down Under auch so manche Tierart. Sie leiden unter der gefährlichen Zunahme einer besonders giftigen Spinne: Die Trichterspinne, deren Biss binnen kurzer Zeit zum Tod führt, vermehrt sich in dem Klima besonders schnell, wie Joel Shakespeare vom Australischen Reptilien-Park bei Sydney mitteilte.

Schwarz, haarig, giftig

In der Gegend um Sydney würden derzeit besonders viele Trichterspinnen gesichtet. Er habe in der vergangenen Woche 50 Exemplare bekommen, während es normalerweise etwa zehn pro Woche seien. «Wir haben dieses feuchte Wetter, das sie zur Fortpflanzung anregt.»

Die dunklen Spinnen, die bis zu fünf Zentimeter lang werden können, kommen fast überall in Australien vor. Ihr Biss kann innerhalb von 76 Minuten zum Tod führen. Dauerhitze kann die Zahl der Trichterspinnen aber auch verringern: «Sie sterben nach zehn Minuten in der Sonne», sagte Shakespeare. Der Experte entnimmt den Spinnen ihr tödliches Gift, damit daraus ein Gegengift hergestellt werden kann. Seit der Einführung des Gegengifts 1982 starb in Australien niemand mehr durch den Biss einer Trichterspinne.

Gefahr unterschätzt

Australien erlebt derzeit eine Hitzewelle mit Temperaturen über 30 Grad in Sydney. Krankenhäuser verzeichnen einen deutlichen Anstieg von Patienten mit Schlangen- und Spinnenbissen, wie die Zeitung «The Australian» unter Berufung auf einen Experten der Giftzentrale von New South Wales berichtete. Demnach sind die Opfer vor allem kleine Kinder sowie Männer mittleren Alters. «Kinder verstehen nicht, wie gefährlich Schlangen sein können, und bei den Männern ist oft Alkohol im Spiel.»

Die «Spinne des Grauens» beim Fressen

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(Quelle: YouTube)