Cern

08. November 2009 22:30; Akt: 08.11.2009 23:39 Print

Brotkrümel legt Gottesmaschine lahmBrotkrümel legt Gottesmaschine lahm

von Désirée Pomper - Weil ein Vögelchen über dem Cern ein Stückchen Brot fallen gelassen hatte, kam es im Forschungszentrum Cern zu einem Kurzschluss. Für EDU-Politiker Christian Waber ist das als Zeichen Gottes zu werten.

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Die Pannenserie beim Large Hadron Collider (LHC) reisst nicht ab: Wie das Cern auf seiner Website festhält, hat am vergangenen Dienstag ein Vogel ein Stück Baguette fallen gelassen, das ausgerechnet in eines der oberirdischen Teile des Teilchenbeschleunigers fiel. Dies führte zu einem Kurzschluss im Kühlsystem. Der Kurzschluss habe in Teilen des Stromkreislaufs zu einer Erhitzung um 6 Grad Celsius auf -256 Grad geführt, sagte Cern-Mitarbeiter Mike Lamont der britischen Newssite The Register. In Folge sei es zur Abschaltung des Systems gekommen. Nach knapp drei Tagen sei der Schaden behoben gewesen. Lamont: «Dieses Teil ist so gross und kompliziert – es ist unvermeidbar, dass es manchmal zu Problemen kommt.» Bereits im September letzten Jahres kam es beim grössten Teilchenbeschleuniger der Welt zu einer Panne. Wegen einer Überhitzung musste er nach nur neun Tagen Betriebszeit ausgeschaltet werden.

Nicht als Zufall, sondern als Zeichen Gottes interpretiert EDU-Politiker Christian Waber den Zwischenfall: «Es gibt Leute, die glauben, der Mensch sei das Mass aller Dinge und sie könnten durch ein Projekt wie das Cern die Grösse Gottes aus­ser Gefecht setzen.» Doch der Vorfall zeige: «Das von Gott geschaffene Vögelchen ist mächtiger als das Cern.»