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Zweite Panne

Urknallmaschine abgeschaltet

Panne beim grössten Teilchenbeschleuniger der Welt: Schon seit dem Wochenende kreisen am Cern wegen Problemen mit dem Kühlsystem keine Protonen mehr.

Cern-Forscher überwachen die Monitore im Kontrollraum. (AFP)
Cern-Forscher überwachen die Monitore im Kontrollraum. (AFP)
Kaum in Betrieb genommen, muss die sogenannte Urknall-Maschine repariert werden. (Cern)
Kaum in Betrieb genommen, muss die sogenannte Urknall-Maschine repariert werden. (Cern)
Info-Box
Weltmaschine.de
Was ist ein «Higgs-Teilchen»? Warum sind die Detektoren des Teilchenbeschleunigers so gross? Die speziell zum Beginn der Experimente aufgeschaltete Website www.weltmaschine.de gibt in leichtverständlichen Artikeln Auskunft zu solchen Fragen.
Die vom deutschen Bundesforschungsministerium initiierte Internetseite erläutert in den Rubriken «CERN und LHC» und «Experimente» Sinn und Zweck des Teilchenbeschleunigers und der vier grossen Detektoren Atlas, CMS, Alice und LHCb. Zum Verständnis der Vorgänge am CERN unerlässliche Begriffe wie «Antimaterie», «dunkle Materie» oder «Quarks» werden in der Rubrik «Physik» anschaulich erklärt.

Am Mittwoch vor einer Woche wurde der Teilchenbeschleuniger am Cern mit grossem Brimborium in Gang gesetzt. Die ganze Welt klatschte dem Bilderbuchstart Beifall.

Nur: Die Experimente sind bereits am Wochenende zum Stillstand gekommen, wie die «Tribune de Genève» berichtete. Schuld ist eine Elektrizitätspanne, die das Kühlsystem zum Kollabieren brachte. Damit die Elementarteilchen im Tunnel aber auf beinahe Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden können, muss die Temperatur minus 271,3 Grad Celsius betragen.

Inzwischen arbeiten die Wissenschaftler mit Hochdruck daran, den Fehler zu beheben: «Wir hoffen, dass wir den Beschleuniger ab Freitag wieder in Betrieb setzen können», sagt Ingenieur Django Manglunki. Er betont, alles unter Kontrolle zu haben: «Wir wissen, was wir tun.»

Nach dem Hackerangriff ist dies die zweite Panne seit dem Start des Experiments. Trotzdem fürchtet man beim Cern nicht um den Ruf: «Bei einem solch komplexen System sind kleinere Probleme normal», so ­eine Sprecherin. Zudem befinde man sich immer noch in der Testphase.

(daw)

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