Luzern
09. Februar 2010 22:45; Akt: 09.02.2010 22:07 Print
Knatsch um SVP-Petition
von Guy Studer - Die SVP Kanton Luzern lanciert eine Petition, damit die Sempacher Schlachtfeier 2010 trotzdem stattfindet. Laut den Juso stellt sie sich damit hinter Neonazis.
«Es kann nicht sein, dass die Behörden vor den Linken kapitulieren», sagt Josef Kunz, Präsident der kantonalen SVP. Mit Unterschriften will seine Partei erwirken, dass die Schlachtfeier «im gewohnten Rahmen» stattfindet. Die Regierung hatte nach dem massiven Polizeiaufgebot 2009 beschlossen, dieses Jahr nur einen Gottesdienst durchzuführen. Für Kunz ist klar: «Den Linken gehts nicht um die Feier, sie suchen nur die Konfrontation mit jungen Patrioten, die sich stets anständig benehmen.» Darüber empört sich Juso-Präsident David Roth: «Die SVP stellt sich hinter Neonazis und will diese offenbar an der Feier haben.» Die Schlachtfeier werde so pervertiert. Unterstützung erhält er von der kantonalen SP. Sie schreibt in einer Mitteilung, die SVP versuche, die Juso als Krawallmacher zu verunglimpfen.
Neonazis bei Sempach. (Keystone)
Der Sempacher Stadtpräsident Franz Schwegler distanziert sich von der SVP-Petition. «Luzerner Kulturgut zu erhalten, ist zwar gut – aber nicht von einer Partei, die teilweise mit braunem Gedankengut sympathisiert.» Der Luzerner Regierungspräsident Anton Schwingruber hat nicht vor, auf die Petition einzugehen: «Wir können einen so unverhältnismässigen Sicherheitsaufwand nicht mehr verantworten.» 2011 sei man wieder für Vorschläge offen.


























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