18. März 2008 22:19; Akt: 18.03.2008 21:21 Print

Posse um Boa-Elch: Stadt nahm PfandPosse um Boa-Elch: Stadt nahm Pfand

von Markus Fehlmann - In der Stadt läuft eine bizarre Posse um den Boa-Elch: Weil das Kunstwerk seit November unauffindbar ist, hat sich die Stadt ein anderes Werk als Pfand geschnappt.

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Seit der Schliessung der Boa im letzten November ist der türkisfarbene Elchkopf wie vom Erdboden verschwunden. Zuvor hing er jahrelang im Luzerner Kulturzentrum und hat sich mittlerweile zu einem Symbol für die alternative Kulturbewegung gemausert. Als Eigentümerin des Kunstwerks des Luzerner Künstlers Davix sieht sich die Stadt Luzern.

Auf der Suche nach dem Kulturgut zeigte sich Kulturchefin Rosie Bitterli keineswegs zimperlich: Der IKU Boa wurde vor kurzem gar mit einer Anzeige gedroht. «Weil der Elch Kulturgut der Stadt ist, wollten wir wissen, wo er steckt», sagt Bitterli. Für sie habe sich der Fall jetzt aber erledigt: «Wir wissen, dass der Elch bei der Aktion Freiraum ist.»

Die Luzerner Kultur-Posse geht dennoch weiter: Die Stadt hat sich nun ihrerseits den Tellerturm – ein weiteres Wahrzeichen der Boa – unter den Nagel gerissen. Sie will die Leihgabe der Boa quasi als Pfand zurückbehalten. Die IKU Boa und die Aktion Freiraum waren gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.