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03. Dezember 2007 22:35; Akt: 03.12.2007 21:49 Print
Kritik an Stämmer wegen Demo-Einsatz
Nach dem Polizeieinsatz an der unbewilligten Demo gerät SP-Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer ins Schussfeld ihrer Partei.
«Für diesen Polizeieinsatz verlangen wir von Ursula Stämmer eine Entschuldigung», sagt David Roth, Vorstandsmitglied der Jungsozialisten der Stadt Luzern. Sie fordern jetzt bei solchen Einsätzen grundlegende Änderungen und wollen wissen, wer die Verantwortung für das Vorgehen der Polizei trägt. «Wenn sie diese Punkte nicht erfüllt, sollte sich Stämmer Gedanken über ihren Rücktritt machen», sagt Roth weiter.
Auf Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer prasselt Kritik nieder. (Bild: gsa)
Unbeteiligte eingekesselt
Die Polizei hatte am Samstag auf einen Aufruf an die Demonstranten, den Platz zu räumen, bewusst verzichtet. «Jeder wusste, dass im Vögeligärtli eine unbewilligte Demo stattfinden würde», sagt Stapo-Kommandant Ernst Röthlisberger. Bei der Aktion wurden auch Unbeteiligte und Journalisten eingekesselt. «Obwohl ich die Polizei mehrmals darauf aufmerksam gemacht hatte, musste ich bis am frühen Morgen in einer Zelle ausharren», sagt der freischaffende Journalist M.S.* Röthlisberger ist dagegen überzeugt, dass der Einsatz «zwar massiv, aber begründet» war.
*Name der Red. bekannt
Auch bei der Mutterpartei stösst die Auflösung der unbewilligten Demo am letzten Samstag auf Kritik. «Der Polizeieinsatz war unverhältnismässig», sagt SP-Grossstadtrat Markus T. Schmid. Auch die Grünen fordern weitere Infos über das Geschehen und lancieren deshalb einen politischen Vorstoss.
Für Ursula Stämmer war der Einsatz dagegen angemessen. Sie sieht keinen Grund für eine Entschuldigung: «Wir haben den Organisatoren andere Daten für die Demonstration vorgeschlagen.» Rückendeckung erhält sie aus dem gegnerischen Lager: Neben der CVP und der FDP unterstützte gestern auch die SVP das Vorgehen der Polizei.
Daniela Gigor

























