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Luzern
14. Dezember 2009 23:03; Akt: 14.12.2009 22:45 Print
Unbekannte sabotierten Sonntagsverkauf
Nach der Leimattacke auf Luzerner Geschäfte stellt sich die Frage, wer hinter der Sabotage steckt. Am Werk waren offenbar zwei Männer.
«Von der Gestalt her waren es eher jüngere Männer», sagt ein Barbetreiber. Er hatte in der Nacht auf Sonntag beobachtet, wie die beiden um etwa 0.45 Uhr von Tür zu Tür gingen. «Sie trugen Jacken mit spitzen Kapuzen», so der Zeuge.
Elisabeth Gasser, Verkäuferin im Kleidergeschäft Scooter, zeigt das Türschloss, das zugeklebt war. (gus)
Seit Montag ist definitiv bekannt, was die beiden trieben: 50 Türschlösser von Geschäften der Luzerner Altstadt waren mit Leim verklebt. Viele dieser Läden konnten erst öffnen, nachdem der Schlüsseldienst vorbeigekommen war. So auch das Damenkleidergeschäft Scooter an der Hertensteinstrasse. «Wir konnten erst um 12.45 ins Geschäft», sagt Verkäuferin Elisabeth Gasser. «Das hat sich auf den Umsatz ausgewirkt.» Für das Schmuckgeschäft Fillner nebenan kam es noch dicker: Inhaber Manfred Fillner hatte erst um 13 Uhr Zutritt zu seinem Laden. «Ausserdem musste ich das Sicherheitsschloss für fast tausend Franken ersetzen», ärgert sich Fillner. Er und Scooter haben Anzeige erstattet.
Die Gewerkschaft Syna, die der Ausweitung von Sonntagsverkäufen kritisch gegenübersteht, hält nichts von der Leimattacke. «Wir distanzieren uns grundsätzlich von Vandalismus», sagt der regionale Koordinator Manfred Hügi. Die Luzerner Stadtpolizei ist am Ermitteln und sucht Zeugen.
(Guy Studer)

























