12. November 2007 23:05; Akt: 12.11.2007 23:36 Print

Luzern geht gegen Besäufnisse vorLuzern geht gegen Besäufnisse vor

Der Stadtrat von Luzern will gegen Saufgelage und Alkoholismus bei Jugendlichen vorgehen: Zur Diskussion steht auch ein Verkaufsverbot von Alkohol im Bahnhof.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Gestern informierte der Stadtrat, wie er gegen legale und illegale Suchtmittel vorgehen will. Dabei hat er besonders den Alkoholkonsum bei Jugendlichen im Auge, der immer mehr Probleme bereite. Der Stadtrat prüft deshalb ein Verkaufsverbot für Alkohol im Luzerner Bahnhof von 21 bis 7 Uhr. «Diese Massnahme wäre sicher wirkungsvoll», sagt Paolo Hendry, Stabsmitarbeiter der Sozialdirektion. Die Stadt führt deshalb Gespräche mit der RailCity. «Die Situation wird derzeit eingehend geprüft», bestätigt SBB-Mediensprecherin Rahel Koerfgen.

Bei den Geschäften im Bahnhof ist man derweil wenig begeistert und nicht überzeugt, dass dem steigenden Alkoholkonsum von Jugendlichen so entgegengewirkt werden kann: «Bei einem zeitlich eingeschränkten Verbot kaufen Jugendliche den Alkohol einfach vorher», sagt Stop&Shop-Geschäftsführer Ernest Abouchar. Bei Drinks of the World fordert man einen anderen Ansatz: Marketingleiter Fritz Luchsinger will diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die den Alkohol kaufen und an Minderjährige weitergeben.

Anne-Käthi Kremer