15. Mai 2008 23:05; Akt: 16.05.2008 11:54 Print

Bier aus dem SchliessfachBier aus dem Schliessfach

von Markus Fehlmann - Immer häufiger horten Jugendliche ihren Alkohol in Schliessfächern am Bahnhof. So umgehen sie das Verkaufsverbot nach 22 Uhr – und haben ein Versteck vor den Eltern.

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«Jugendliche benutzen die Schliessfächer im Bahnhof vermehrt als Depots für ihren Alkohol», sagt Anton Häfliger, Leiter der Luzerner Präventionstruppe SIP (Sicherheit, ­Intervention, Prävention). Auch die Stadtpolizei St.Gallen kennt dieses Phänomen. Mit solchen «Biersafes» umgehen jugendliche Alkoholkonsumenten laut Häfliger das Alkoholverkaufsverbot, das seit Anfang April ab 22 Uhr im Bahnhof gilt.

Das Bunkern von Alkohol hat aber noch einen anderen Grund: «Meine Kollegen lagern bis zu dreimal wöchentlich Wodka, Baileys oder Alcopops in den Schliessfächern, um den Alkohol vor den Eltern zu verstecken», sagt die 17-jährige Andrea* aus Luzern zu 20 Minuten. ­Obwohl sie den Alkoholkonsum an Bahnhöfen einschränken möchten, gehen die SBB nicht gegen die Biersafes vor: «Es ist nicht verboten, in Schliessfächern Alkohol zu deponieren», sagt Medien­sprecherin Michèle Bamert.

*Name von der Redaktion ­geändert