Nach Zürich

17. Juni 2010 22:00; Akt: 17.06.2010 21:44 Print

Grüne fordern Cannabis-Verkauf in LuzernGrüne fordern Cannabis-Verkauf in Luzern

von Markus Fehlmann - Kiffer sollen ihr Gras in der Stadt Luzern künftig legal kaufen können: Die Grünen fordern einen Versuch, wie er am Mittwoch in Zürich beschlossen worden ist.

storybild

Kann in Luzern bald legal Cannabis gekauft werden? (Bild: AP)

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

«Der legale Verkauf von Cannabis ist besser als ein Verbot», sagt Hans Stutz, Grossstadtrat der Grünen. Zusammen mit Parteikollegin Stefanie Wyss hat er ein Postulat eingereicht, das den legalen Verkauf von Cannabis in der Stadt fordert. Dies hätte laut Stutz mehrere Vorteile: «Der Schwarzmarkt und somit die mögliche Vermischung von Cannabis mit harten Drogen wie Kokain und ­Heroin würde verschwinden», ist er überzeugt. Zudem sei eine gewisse Kontrolle über die Konsumenten möglich. Der Pilotversuch soll wissenschaftlich begleitet werden. Ein praktisch identischer Vorstoss wurde am Mittwoch in Zürich angenommen – dort hat die Stadtregierung jetzt zwei Jahre Zeit, die Legalisierung zu prüfen. «Wir wollen in Luzern nachdoppeln und erreichen, dass die Can­nabispolitik wieder zu einem eidgenössischen Thema wird», so Stutz.

Bei CVP, FDP und SVP wird der Vorstoss es schwer haben, wie eine Umfrage bei den Parteien gestern ergab. «Ende 2008 wurde die Hanfinitiative klar abgelehnt – man sollte Volksentscheide auch mal respektieren», sagt etwa SVP-Grossstadtrat Urs Wollenmann. Die SP dagegen unterstützt das Anliegen. Die Grünliberalen waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

  • Oliver Frei am 21.06.2010 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    was ist mit dem Kaffe ?

    ...aber Leistungsfördende Drogen sind OK ??? Minderjährige verjunkte Kaffetrinker - geht in Ornung? Gerade in Schulen ist es kein Problem das Koffeinhaltige Getränk zu konsumieren. Von den verherenden Langzeitschäden, die sich vorallem in der Psyche bemerkbar machen, spricht niemand, es gibt kein Jugendschutz, keine Kontrolle, ...wirklich bedenklich.

  • Pascal Müller am 20.06.2010 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Deswegen entkriminalisieren...

    Unter anderem genau weil Cannabis nicht ungefährlich ist muss man den Markt regulieren. Und es ist egal welche Partei dieses Thema lanciert, wichtig ist dass eine anständige Regelung, sprich eine Gesetzesänderung, endlich in Angriff genommen wird. Das Volk muss begreifen dass eine Legalisierung verbunden mit einer guten Aufklärung und klaren Regelungen, die besser Alternative ist als Cannabis weiterhin zu kriminalisieren!!

  • Schweizer am 19.06.2010 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    Kiffen

    Das die Grünen nicht ganz Dicht sind, weiss man schon lange. Aber dass sie Rauschgiftsucht fördern ist neu. Ich jedenfalls habe und werde nie einen grünen Politiker unterstützen, solange sie so idiotische Ideen haben und auch den Fortschritt verhindern, indem sie bei jedem Industrie- oder Einkaufscenterbau Einsprache machen und noch stolz sind darauf Arbeitsplätze zu vernichten.

    • Milky Way am 20.06.2010 18:44 Report Diesen Beitrag melden

      Nein

      Das hat weniger mit Fördern von Sucht zu tun, als die Realität zu akzeptieren. Es gibt nämlich absolut keine Rechtfertigung dafür, einen signifikanten Anteil der eigenen Bevölkerung zu verfolgen und zu bestrafen für etwas, das in Tat und Wahrheit gar keine kriminelle Handlung ist. Zu glauben, dass man eine neurobiologische Funktionsstörung wie Sucht mit Strafen verhindern könne, zeigt die nur Ahnungslosigkeit über dieses Thema auf.

    einklappen einklappen