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Luzern
30. September 2009 22:54; Akt: 01.10.2009 08:06 Print
JSVP schockiert mit Anti-Minarett-Plakat
von Guy Studer - Auf einem neuen Plakat der JSVP Luzern verdrängt ein Minarett den Wasserturm. Muslime sind schockiert: Das Plakat erinnert sie an die Judenhetze im Dritten Reich.

Anian Liebrand, Präsident der JSVP Luzern, zeigt das provokative Plakat. (mgi)
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«Wir wollen mit dem Wasserturm als Symbol provozieren und aufrütteln», sagt Anian Liebrand, Präsident der Jungen SVP des Kantons Luzern. Für ihn ist das Minarett «die Speerspitze der Islamisierung». Das Plakat soll ab Mitte Oktober grossflächig im Kanton Luzern für die Initiative «Gegen den Bau von Minaretten» werben. Das Schweizer Stimmvolk wird am 29. November darüber entscheiden.
Die Luzerner Muslime sind schockiert und empört. «Dieses Plakat unterscheidet sich nicht von der antijüdischen Propaganda vor dem Zweiten Weltkrieg», wettert Petrit Alimi, Vizepräsident der Islamischen Gemeinde Luzern. Heute stünden an der Stelle der Juden einfach die Muslime. Auch der Luzerner CVP-Nationalrat Ruedi Lustenberger ärgert sich über das Plakat: «Da wird ein weltbekanntes Wahrzeichen für eine ohnehin bereits emotionale Abstimmung missbraucht.»
Die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann, die zusammen
mit Liebrand in einem Pro-Komitee sitzt, verteidigt dagegen das Vorgehen: «Plakate sollen provozieren.»

























