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15. Oktober 2007 22:36; Akt: 15.10.2007 22:00 Print
Zentralschweizer Zoos über Tierschutzbericht erzürnt
Der Schweizer Tierschutz kritisiert die Tierhaltung im Tierpark Goldau und in Toni’s Zoo. Diese zweifeln an der Seriosität des Berichts.
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Im gestern veröffentlichten Zoobericht des Schweizerischen Tierschutzes (STS) werden dem Tierpark in Goldau und Toni’s Zoo in Rothenburg zum Teil massive Mängel in der Tierhaltung vorgeworfen.
Der Gepard Getah lebt seit Ende September in einem vergrösserten Gehege in Toni’s Zoo. (Bild: lba)
Der Bericht
Der STS-Zoobericht kritisiert den Tierpark Goldau unter anderem dafür, dass die frei laufenden Tiere von Besuchern unkontrolliert gefüttert werden können und dass den Stieren der Hirscharten aus Sicherheitsgründen die Geweihe abgesägt würden. Hauptsächliche Kritik an Toni’s Zoo: Die Tiere hätten zu wenig Rückzugsmöglichkeiten. Der Bericht räumt aber ein, dass beide Unternehmen die Anforderungen der geltenden Tierschutzverordnung einhalten. Trotzdem wird empfohlen, Toni’s Zoo «eher zu meiden»; der Tierpark dagegen wird «bedingt empfohlen».
Doch nun wehren sich die beiden Zoo-Chefs. «Bei mir wurde Kritik an der Haltung des Brillenkaimans geübt, den ich seit drei Jahren nicht mehr halte», sagt Toni Röösli. Zudem habe er ein Wildtiergehege, das als zu klein eingestuft wurde, mittlerweile neu gebaut. Röösli ärgert sich: «Der Bericht ist rufschädigend.» Felix Weber, Direktor des Tierparks Goldau, wirft dem STS gar Inkompetenz bei Wildtieren vor.
Der Verfasser des Berichts, der Zoologe Peter Schlup, gibt zu, dass ihm beim Brillenkaiman in Toni’s Zoo ein Fehler unterlaufen ist. Dass ein neues Wildtiergehege gebaut werde, sei ihm bewusst gewesen. «Im Vorwort wird darauf hingewiesen, dass in fast allen Zoos gebaut wird», so Schlup. Dem Vorwurf, er kenne sich bei Wildtieren gar nicht richtig aus, widerspricht er aber vehement: «Das sind kleinliche Vorwürfe, wenn keine anderen Argumente vorhanden sind.»
Daniela Gigor


























