Sibirische Kälte

06. Februar 2012 23:16; Akt: 06.02.2012 23:22 Print

Erschwerte Arbeit für die FeuerwehrErschwerte Arbeit für die Feuerwehr

von Stefanie Nopper - Gefrierendes Löschwasser, Eisflächen und Unterkühlung: Die Kälte macht den Feuerwehrleuten derzeit stark zu schaffen.

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Schwierige Bedingungen vor Ort.

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Am Sonntagabend standen bei einem Dachstockbrand am Grünring in Luzern 175 Feuerwehrleute im Einsatz – rund ein Drittel mehr als bei einem vergleichbaren Einsatz. «Weil es so kalt ist, mussten sich die Leute häufiger ablösen», sagt der städtische Feuerwehrkommandant Theo Honermann. Auch sonst macht die aktuelle Kältewelle seinen Leuten zu schaffen: So müssen sie aufpassen, dass die Löschwasserleitungen nicht einfrieren. «Das Wasser muss ständig laufen, auch wenn wir nicht alles brauchen», so Honermann. Doch damit nicht genug: Das Wasser, das beim Einsatz zurück- oder ausfliesst, kann zu einer Eisfläche gefrieren und so für die Feuerwehrleute eine zusätzliche Gefahr darstellen.

Bereits in der Nacht auf Sonntag war die Feuerwehr von Luzern, Kriens und Horw beim Brand eines Wohnhauses in Horw im Einsatz. Damit sich die unterkühlten Einsatzkräfte aufwärmen konnten, öffnete das Seehotel Sternen spontan die ganze Nacht und servierte Tee.

Wegen der aktuellen Kälte setzt manch ein Haushalt zusätzliche Öfen ein. Dabei ist aber Vorsicht geboten: «Heizöfen sollten nur beaufsichtigt in Betrieb genommen und ­ältere Geräte vorher geprüft werden», rät Claudio Passa­faro von der Luzerner Feuerpolizei.