Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Scheidungskrieg
05. Februar 2012 23:01; Akt: 06.02.2012 09:12 Print
Falsche Vorwürfe sind keine Seltenheit
von Lena Berger - Dass Frauen ihre Männer zu Unrecht der häuslichen Gewalt bezichtigen, kommt immer wieder vor – gerade bei Scheidungsfällen. Ein Luzerner Anwalt verrät, wie man sich dagegen wehren kann.
Um sich wegen Scheidungsabsichten an ihrem Ehemann zu rächen, soll eine heute 35-jährige Türkin ihn zu Unrecht übelster Misshandlungen beschuldigt haben. Sie musste sich am Donnerstag wegen falscher Aussagen vor Gericht verantworten. Offenbar handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall.
«Ich habe in meiner Praxis immer wieder mit solchen Fällen zu tun», bestätigt der Luzerner Scheidungsanwalt Christian Affentranger. Besonders schlimm sei, wenn sich die Vorwürfe auch auf die Kinder beziehen würden. «Ich hatte einen Klienten, der wegen Missbrauchsvorwürfen seine Kinder zwei Jahre lang nicht mehr sehen durfte, bevor er vom Kriminalgericht freigesprochen wurde», so der Anwalt.
Auf falsche Vorwürfe müsse entschieden reagiert werden. «Betroffene verlieren oft einen Grossteil ihrer Bekannten und teils auch ihre Arbeit», weiss Affentranger. Er rät bei falschen Vorwürfen wegen häuslicher Gewalt von der ersten Vernehmung an einen Anwalt beizuziehen. «Zudem würde ich rasch prüfen, ob eine Strafklage wegen falscher Anschuldigung und Ehrverletzung einzureichen ist», sagt er weiter.
Wie viele Fälle von falschen Beschuldigungen im Kanton Luzern tatsächlich vorkommen, ist nicht bekannt. «Das wird statistisch nicht ausgewertet», so Polizeisprecher Urs Wigger.
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 46 Kommentare






























Überall in der Schweiz
Tja, das kenne ich - meine Ex-Freundin kam auch auf eine solche Furzidee - und der Staatsanwalt vom Kanton Schaffhausen sagte mir bei der Anhörung mehrmals, dass das was ich zu sagen hätte niemanden Interessiere - und wir Männer doch alles Grobiane seien und ich sowieso schuldig sei - 600.-- Busse und 600.-- Gebühren = 1'200.-- für Nichts und nochmals Nichts. Es gab keine Bweise, keine Zeugen, keine Schäden an meiner Freundin (Arztbesuch) - NICHTS - wie auch???? Aber ja - ich bezahle gerne - ein Anwalt kann ich mir derzeitig nicht leisten - also stottere ich nun im 2012 jeden Monat 100.-- ab.
Nie Heiraten
Ich bin seit 13 Jahren mit meiner Partnerin zusammen. Wir haben zwei Kinder und es geht uns gut. Wir haben keinen Besitzanspruch wie verheiratete Paare und sehen uns mehr als einzelne Individuen als eine Gemeinschaft. Ich wollte und werde nie heiraten. Dank meiner Erfahrung kann ich jedem jungen Mann nur empfehlen, nicht zu Heiraten.
Nicht-Heirat - Schutz vor Gewalt?
Und Sie sind allen Ernstes der Meinung, dass eine Nicht-Heirat vor häuslicher Gewalt schützt? Wunderbar für Sie, dass Sie eine glückliche Beziehung führen. Stellen Sie das für Sie persönliche Ideale nicht als allgemeines Erfolgsrezept ins Licht. Danke.
Unschuldig angeklagt!
Anzeige, das letzte Mittel aus Frust zur angekündigten Trennung. Es folgte ein zweistündiges Verhör, Beschlagnahmung der Armeewaffe und Räumung der Wohnung unter Polizeiaufsicht. Nach drei Monaten gestand sie, dass "wir keinen Streit" hatten. Ich verzichtete auf eine Anzeige.
Leider
Kann ich mir leider gut vorstellen. Leider ist das der traurige Alltag! Frauen werden überall bevorzugt behandelt!