Luzern

17. Januar 2012 23:00; Akt: 17.01.2012 21:10 Print

Kein Budget – und auch kein Geld für VereineKein Budget – und auch kein Geld für Vereine

Weil die SVP gegen das Budget der Stadt Luzern das Referendum ergriffen hat, fehlt Kulturorganisationen und Vereinen jetzt wichtiges Geld.

storybild

Auch das Comix-Festival Fumetto muss auf Geld warten. (Bild: Keystone)

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

«Der Stadt sind die Hände gebunden», teilte Finanzdirektor Stefan Roth gestern mit.

Weil die SVP das Referendum gegen das Budget 2012 ergriffen hat (siehe Box), kann die Stadt derzeit nur Geld auszahlen, das für die unmittelbare Verwaltungsarbeit unerlässlich oder durch Verträge und Parlamentsbeschlüsse abgesichert ist. Nicht ausbezahlt werden können beispielsweise Beiträge an Dritte, die im Budget ­vermerkt sind. So erhalten im Kulturbereich 37 Empfänger von Beiträgen im Umfang von über 2 Millionen Franken vorläufig kein Geld – etwa das Comix-Festival Fumetto. «Für uns bedeutet das jetzt viel Arbeit», sagt Kurt Weber, Vorstandsmitglied des Vereins Fumetto. So müssten etwa Sponsoren angeschrieben und zu früheren Zahlungen bewegt werden. «Zudem müssen wir schauen, welche Zahlungen wir verschieben können», so Weber. Die diesjährige Ausgabe im März sei aber nicht gefährdet.

Im Bereich Sport trifft es 20 Institutionen mit total 350 000 Franken. Betroffen sind auch Quartiervereine sowie Projekte im Bereich Kinder und Jugend (z. B. Kreativ- und Sportwochen im Herbst). Zudem wurden auch bauliche Arbeiten an Schulhäusern, am Rathaus, an der Bruch- und an der Ritterstrasse zurückgestellt.

Die Situation ändert sich erst, wenn das Referendum bis Ende Februar nicht zustande kommt oder das Volk bei einem allfälligen Urnengang am 6. Mai dem Budget zustimmt.

(sda/mfe)

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
  • Werner Rupp, Präsident SG Luzern am 20.01.2012 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Budget - kein Geld für Vereine

    Die SVP ist sich einmal mehr nicht bewusst, welchen Schaden Sie mit dem Referendum zum Budget angerichtet hat. 37 Kultureinrichtungen und 20 Sportvereine erhalten keine Zahlungen und sehen sich gar existenziell stark gefährdet. Als Präsident der SG Luzern fehlt uns ein wichtiger Budgetposten, um in die NLA-Meisterschaft zu starten oder überhaupt bestreiten zu können. Die Spieler werden nicht bis im Herbst ohne Honorar und Spesen spielen. In unserem Verein gilt in Zukunft die klare Ansage, auf kein Fall mehr SVP wählen, damit solche Partien keinen Einfluss mehr auf die Politik haben!