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Verschmiertes Denkmal
08. Juli 2010 12:28; Akt: 08.07.2010 13:58 Print
Pnos droht Linken mit Sprengfalle
Die Pnos hat ein Kopfgeld für Linksaktivisten von der Schlachtfeier in Sempach ausgesetzt und droht, dass diese «nichts mehr zu lachen» haben werden. Die Polizei ermittelt.

«No Nazis»: Das verschmierte Winkelried Denkmal in Sempach (Bild: Keystone)
«Die Feigheit der Schweizer Antifa hat sich zum wiederholten Male bestätigt», schreibt die Pnos Willisau in einem Communiqué vom Donnerstag. Unter dem Titel «Nachwehen der Schlachtfeier» droht die rechtsradikale Vereinigung Linksaktivisten wegen «ihres Leistungsausweises» an der diesjährigen Schlachtfeier. Sie hätten Denkmäler verschmiert und «Diebstähle» begannen.
Die Schlachtfeier von Sempach findet in Erinnerung an die Schlacht von 1386 gegen die Habsburger satt und wird jeweils am letzten Juni-Samstag durchgeführt. In den vergangenen Jahren sorgte der Aufmarsch von Rechtsradikalen und von Linksradikalen für Schlagzeilen. Mit einem grossen Polizeiaufgebot mussten 2009 die Gruppen getrennt werden. Um die Situation zu entschärfen, wurde die Feier entschlackt und von der Schlachtfolklore befreit.In diesem Jahr gab es nur eine ökumenische Andacht fernab vom Schlachtfeld – letztlich blieb die Situation deshalb ruhig. Allerdings entdeckte man am Morgen nach der Feier das mit roter Farbe versprayte Winkelried-Denkmal. «No Nazis» lautete der Schriftzug. Ausserdem war die Inschrift (Hier hat Winkelried) «..den Seinen eine Gasse gemacht» übersprayt.
Rund 200 Rechtsradikale haben sich eine Woche nach dem offiziellen Gedenken an die Schlachtfeier in Sempach zu einer gemeinsamen Kranzniederlegung beim Schlachtdenkmal getroffen. Sie wurden dabei offenbar von Linksaktivisten gestört, wie es in der Medienmitteilung heisst.
«Wir überlegen uns im nächsten Jahr eine Sprengfalle an der gestohlenen Sache anzubringen, um solche Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern», heisst es in der Pressemitteilung, die von Michael Vonäsch signiert ist. Was genau gestohlen worden sein soll, präzisierte Vonäsch in der Mitteilung nicht. Die Pnos droht aber weiter darin, dass Linksaktivisten in den nächsten Monaten im Kanton Luzern «nichts zu lachen» hätten. «Sie werden Sippenhaftung übernehmen müssen und können sich dann bei den Tätern persönlich bedanken.»
Selbstjustiz der Pnos
Die mutmasslichen Taten will sich die Pnos nicht gefallen lassen: Sie hat die «Täter» zur Fahndung ausgeschrieben. «Für sachdienliche Hinweise setzt die Pnos Willisau eine Belohnung von 500 Franken aus», heisst es abschliessend in der Mitteilung.
Die Kantonspolizei Luzern nimmt die Drohung ernst und hat bereits eine Untersuchung eingeleitet. «Wir haben die Medienmitteilung an einen Untersuchungsrichter weitergeleitet und prüfen den Tatbestand der Erschreckung der Bevölkerung», sagt Sprecher Simon Kopp. Sollte der Untersuchungsrichter den Tatbestand als gegeben erachten, wird Strafanzeige gegen Michael Vonäsch erhoben. Bei einer Verurteilung droht ihm dann eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren.
Der 28-jährige Willisauer ist kein Unbekannter: Vonäsch war Teil von rechtsextremen Schlägern, die im Mai 2004 mit Krawallen eine Demonstration gegen Rassismus verhindert hatten. Der Vorsitzende der Willisauer Pnos-Sektion war dafür vom Amtsstatthalteramt Willisau zu sechs Wochen Gefängnis bedingt und zu einer Geldstrafe von 600 Franken verurteilt worden.
(amc)
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Alle 146 Kommentare





























Alles wie gehabt
Einerseits wird Kriminellen Täterhilfe im allerwörtlichsten Sinne geleistet, wie ich leider selbst erfahren musste, andrerseits wird gegen Exponenten einer Partei ermittelt, welche sich nur gegen die Verschandelung eines nationalen Denkmals zur Wehr setzen wollen. Linke vermummte Chaoten kommen meistens ungeschoren davon, bei sogenannt "Rechtsextremen" wird schon bei einer blossen Drohung oder einem friedlichen Treffen ein Geschrei gemacht, und die meist linke Medienwelt trägt das ihrige dazu bei.
Alles wie gehabt
Einerseits wird Kriminellem Täterhilfe im allerwörtlichsten Sinne geleistet, wie ich leider selbst erfahren musste, andrerseits wird gegen Exponenten einer Partei ermittelt, welche sich nur gegen die Verschandelung eines nationalen Denkmals zur Wehr setzen wollen. Linke vermummte Chaoten kommen meistens ungeschoren davon, bei sogenannt "Rechtsextremen" wird schon bei einer blossen Drohung oder einem friedlichen Treffen ein Geschrei gemacht, und die meist linke Medienwelt trägt das seinige dazu bei.
der Vollständigkeit wegen...
...sollte im Artikel auch stehen, ob (ich gehe davon aus) die Polizei auch wegen der Sachbeschädigung ermittelt. Oder müsste da jemand (die Gemeinde?) zuerst Anzeige erstatten? Sonst geht hier das unsägliche links-rechts Ping-Pong-Spiel weiter.