Bildungsdirektion

18. Januar 2010 09:30; Akt: 18.01.2010 11:24 Print

«300 Überstunden sind zu viel»«300 Überstunden sind zu viel»

Zürcher Lehrerinnen und Lehrer leisten im Jahr über 300 Überstunden. Dies zeigt eine Arbeitszeiterhebung des Zürcher Lehrerverbandes. Zu viel, findet Bildungsdirektorin Regine Aeppli. Man dürfe zwar eine gewisse Überstundenleistungen erwarten - so viel aber nicht.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Lehrer sollten nicht mehr arbeiten müssen als andere Kantonsangestellte auch, sagte Aeppli in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» vom Montag. Dass die Zürcher Lehrer einfach auf hohem Niveau jammern, glaubt sie nicht. «Ich bin überzeugt, dass der Lehrerberuf angstrengender geworden ist.»

Die individuelle Förderung jedes Kindes sei eine grosse Herausforderung. Dazu kämen die hohen Erwartungen der Eltern und der Anspruch der Lehrer selber, ihren Auftrag besonders gut zu erfüllen.

Weshalb Zürcher Lehrer aber dreimal mehr Überstunden leisten als ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen Kantonen, kann sich Aeppli nicht erklären. Ausser den Unterrichtsstunden an sich könne man über die Kantone hinweg kaum etwas vergleichen.

«Immun gegen Sparvorhaben»

Um die Lehrer zu entlasten, sei es ihr erklärtes Ziel, unnötigen administrativen Aufwand abzubauen. «Ich weiss, dass unsere Statistik von den Schulen Daten verlangt», sagte Aeppli weiter. «Wenn das die Lehrpersonen und die Schulleitungen belastet, soll man hier zurückfahren.» Sie wolle, dass die Lehrer ihre Arbeitskraft in erster Linie für die Schüler einsetzen könnten.

Sparvorhaben in der Volksschule steht sie kritisch gegenüber. «Nach meiner Einschätzung ist die Volksschule praktisch immun gegen Sparvorhaben.» Sie werde zwar Sparvorschläge machen, glaube aber nicht, dass das Volk Leistungen für den Nachwuchs abbauen wolle.

(sda)

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

  • Peter Moser am 19.01.2010 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Oje oje....

    Jammern auf hohem Niveau.13 Wochen Ferien.Dauernd Pausen.Unter der Woche Nachmitags frei.Jeder Büetzer hat vier Wochen Ferien und muss Ueberstunden leisten ,für viel weniger Lohn.Wer als Lehrer ernst genommen will,sollte zuerst so arbeiten wie die anderen und so wenig verdienen wie sie.

  • Silver am 19.01.2010 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Zuckerschlecken, aber...

    Ich beneide die Lehrer nicht um ihren Job bei den Schülern und Eltern, die es gibt! Aber sie haben auch ein gesichertes Einkommen, gute Rente und die 300 Überstunden/Jahr bei einer 35 Std Woche und 13 Ferienwochen sind peanuts im Vergleich mit der Privatwirtschaft. Aber eines ist sicher: die Eltern sollten wieder mehr Verantwortung übernehmen und weniger an die Lehrer delegieren.

    • Denis Bauer am 19.01.2010 15:02 Report Diesen Beitrag melden

      Sie tun mir auch leid.

      Die gleichen Eltern und Kinder wie früher.Nur die Lehrer sind ofensichtlich verweichlicht.

    einklappen einklappen
  • mm am 18.01.2010 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    lohn

    Wenn ich so sehe was ein Lehrer so Verdient, locker das doppelte eines Arbeiters, kann ich mir nicht vorstellen, dass es eine grosse Belastung ist, da die meisten Lehrer ja eh nur 80% Arbeiten, zudem ist ein Arbeiter im Pensionsalter schon fast verbraucht im gegensatz zum Lehrer