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Asylzentrum Schmidrüti
09. Februar 2012 16:14; Akt: 09.02.2012 16:14 Print
«Das müssen wir einfach ernst nehmen»
In Turbenthal ZH regt sich Widerstand gegen das geplante Asylzentrum. 650 Unterschriften sind gegen das Projekt gesammelt worden – an einem Tag. Gemeinderat René Gubler versteht die Protestierenden.
Es seien vor allem Junge, die in Turbenthal aufgewachsen und jetzt nach Schmidrüti zurückgekehrt seien, um mit Plakataktionen und einer Unterschriftensammlung gegen das geplante Asylzentrum zu protestieren. Das sagt eine Einwohnerin des Dorfes gegenüber Keystone (siehe Video oben). An nur einem Tag sind 650 Unterschriften gesammelt worden. Die Unterzeichner wollen eine Asylunterkunft für 100 Personen in ihrem Dorf im Tösstal verhindern.
Auch der Gemeinderat von Turbenthal nimmt von der Aktion Kenntnis. «Man muss das wirklich ernst nehmen», sagt Gemeinderat René Gubler. «Ich gehe davon aus, dass noch mindestens das Doppelte an Unterschriften zusammenkommen wird.» Er verweist darauf, dass die Unterzeichnenden darunter leiden, dass immer die östliche Region des Kantons Zürich daran glauben müsse. Schon beim Fluglärm sei die Region geplagt. Und ausserdem gäbe es schon in Bauma und in Kollbrunn je ein Durchgangszentrum. Noch ein Zentrum in Turbenthal hält auch Gubler für «schon ein bisschen viel».
Am Vortag hat sich Mario Gattiker, Direktor des Bundesamts für Migration (BFM), mit dem Gemeinderat von Turbenthal zu einem Gespräch getroffen. Wegen des grossen Echos in der Bevölkerung und des Medieninteresses habe das BFM den Gemeinderat um ein kurzfristig angesetztes, erstes Treffen ersucht, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde Turbenthal vom Mittwoch. Beide Seiten hätten in einer konstruktiven Atmosphäre ihre Standpunkte erläutert.
Konstruktives Gespräch mit dem Bundesamt
«Entscheide sind keine getroffen worden», sagte Gemeinderat René Gubler auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. «Wir haben gegenüber dem Bundesamt noch einmal unsere ablehnende Haltung betont.» Gattiker habe eher allgemein über die Asylsituation und über die grosse Anzahl von Asylgesuchen informiert.
«Wir erfuhren keine Eckpunkte über die Anzahl Flüchtlinge, die in Schmidrüti untergebracht werden sollen oder über die Dauer», sagte Gubler. Der Bundesamtsdirektor habe geschildert, wie schwierig es sei, die Leute unterzubringen, und dass man auf die Zusammenarbeit mit den Kantonen angewiesen sei.
Am 21. Februar tagt der Gemeinderat das nächste Mal. «Wir werden dann mit den erhaltenen Informationen die Situation neu beurteilen», sagte Gubler. Am 6. März ist das nächste Gespräch mit dem Bundesamt geplant.
Genau das stört die Bevölkerung. «Nichts können wir machen», bringt ein Einwohner seine Ansicht auf den Punkt. «Es wird von oben befohlen.» Derweil protestieren die geplagten Anwohner von Schmidrüti weiter - mit Plakaten und der Unterschriftensammlung.
(jam/sda)
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Alle 7 Kommentare






























Bravo
Recht so wehrt euch wir haben genug es reicht
Und?
Was ist denn daran bitteschön so schlimm? Wir haben ein Asylzentrum in unserem Dorf und das ist wirklich kein Problem! Die Schweiz ist so klein da gibt es nicht genug Platz, um die Asylanten irgendwo zu verstecken wo es sonst keine Leute gibt.
Einreisestop
Eigentlich müssten sämtliche Gemeinden und ihre Bevölkerung strikt ablehnen, Wohnraum für Asylsuchende zu schaffen. Es sind aber nicht diese, welche Wohnraum brauchen, sondern die Wirtschaftsflüchtlinge, welche zu tausenden pro Jahr unbesehen hereingelassen werden mit dem Wissen, dass sie den Status als Asylsuchende nicht bekommen werden und jährich nur ein paar hundert ausgewiesen werden können. Trotzdem wir wissen, welche das sind, lassen wir sie herein um das nochmals in jahrelanger Arbeit abzuklären und dafür Milliarden auszugeben.
nicht im Lot
ja in unserer Regierung, das heisst im Somaruga Dep. geht es nicht vorwärts. Es komm so zu einer grossen Katastrofe, all die Verwässerungen in dieser Angelegenheit brigt dies alles sicherlich nicht ins Lot