Geisterfahrt in Zürich

10. Februar 2012 10:25; Akt: 10.02.2012 13:28 Print

«Leute haben geschrien und um Hilfe gerufen»«Leute haben geschrien und um Hilfe gerufen»

von A. Fumagalli und A. Mustedanagic - Schreie, Chaos und Blut: Augenzeugen beschreiben den Horror, den sie heute Morgen auf der Zürcher Langstrasse erlebten. Und was zur Todesfahrt geführt haben könnte.

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Schreckliche Szenen spielten sich am Freitagmorgen 10.2. 2012 an der Zürcher Langstrasse ab. Ein Chrysler knallte in eine Menschengruppe vor der Lambada-Bar. «Die Menschen flogen meterweit durch die Luft bis vor das Aladin-Bistro», sagt ein Augenzeuge. Der Horror-Crash forderte ein Todesopfer und fünf Verletzte. Der Fahrer des Unfallwagens (hier im Bild) arbeitet in der Elite-Bar unweit der «Lambada»-Bar. Sandro (Name geändert) soll vor dem Unfall getrunken haben, sagt sein Chef gegenüber 20 Minuten Online. Der Schweizer wohnt gemäss seinem Chef in Solothurn, hat aber ein Zimmer in Zürich. Beim Auto des Fahrers, der in die Leute fuhr, handelt es sich um einen Chrysler. Dutzende Polizisten und Sanitäter standen im Einsatz. Das Opfer starb noch auf der Unfallstelle. Vier weitere Besucher der Bar, die draussen standen, sowie ... ... der Fahrer des Wagens wurden verletzt. Wieso der 25-jährige Schweizer in die Menschenmenge raste, ist gemäss Polizei noch unklar. Augenzeugen berichteten, dass der Fahrer die Gruppe gezielt rammte. Die Polizei bestätigte bisher allerdings keine «Amokfahrt». Sin Abbas - der Inhaber der «Lambada»-Bar - war zum Zeitpunkt des Unfalls in der Bar. «Es gab einen lauten Knall», sagt Abbas. Er sei nach draussen gerannt. «Überall schrien Leute, Blutspuren waren auf der Strasse und die Verletzten lagen herum - es war ein riesiger Schock.» Abbas glaubt nicht an Absicht des Fahrers. «Er war wohl einfach betrunken oder unter Drogen.» Wahrscheinlich sei er in Panik geraten, als er gemerkt habe, dass er die Langstrasse in die falsche Richtung hochfuhr. Stefan Meier (Name geändert) war im «Lambada», als das Auto die Bar rammt. «Es gab einen Riesenknall», sagt er, «als ich hinaus kam, herrschte pures Chaos.» Die Zeit bis der erste Krankenwagen gekommen ist, kam ihm wie eine Ewigkeit vor. Ein Anwohner gegenüber der Bar ist kurz nach dem Knall erwacht. «Ich hörte Hilfe-Schreie», so der Mann, «als ich zum Fenster ging, dachte ich zuerst es sei eine Schlägerei.» Doch was er vor dem Fenster sieht, ist ein blutiges Szenario: «Ich sah drei Personen am Boden liegen und eine grosse Gruppe von Leuten, die sich um sie kümmerten.» Doch was er vor dem Fenster sieht, ist ein blutiges Szenario: «Ich sah mindestens drei Personen am Boden liegen und eine grosse Gruppe von Leuten, die sich um sie kümmerten.» Die Polizei ist mit einem grossen Aufgebot vor Ort. ... Spezialisten des Unfalltechnischen Dienstes der Stadtpolizei Zürich abgeklärt.

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Scherben liegen auf der Strasse, ein Verkehrsschild ist geknickt, überall liegen Abfall und Trümmerteile. Und überall ist Blut. Es sind Spuren einer Horrorfahrt, die heute kurz vor 5.30 Uhr an der Zürcher Langstrasse ein Menschenleben forderte und fünf Personen verletzte.

Die Spuren des Horrors hat Davide hautnah gesehen. Er ist noch immer schockiert über das, was er am frühen Morgen miterlebt hat: «Mehrere Personen waren voller Blut, eine Person am Boden war mit einem weissen Tuch bedeckt», sagt der Taxifahrer, der in unmittelbarer Nähe des Tatorts seinen Stand hat. Die Amokfahrt selbst hat er nicht miterlebt, er stiess aber kurz danach zum Ort des Geschehens: «Es war ein Riesenchaos, Leute haben geschrien und um Hilfe gerufen.» Das Amok-Auto sei stark beschädigt gewesen, der Fahrer sei noch lange Zeit im Auto geblieben: «Er war nicht ansprechbar, sein Kopf lag auf der Brust.»

«Pures Chaos»

Stefan Meier (Name geändert) war in der Lambada-Bar, als das Unfassbare geschah. «Es gab einen Riesenknall», sagt er. Dann rannte er raus. «Als ich hinauskam, herrschte pures Chaos.» Die Zeit, bis der erste Krankenwagen kam, sei ihm wie eine Ewigkeit vorgekommen.

Ein Anwohner gegenüber der Bar ist kurz nach dem Knall erwacht. «Ich hörte Hilfeschreie», so der Mann. «Als ich zum Fenster ging, dachte ich zuerst, es sei eine Schlägerei.» Doch was er vor dem Fenster sieht, ist ein blutiges Szenario: «Ich sah drei Personen am Boden liegen und eine grosse Gruppe von Leuten, die sich um sie kümmerten.»

Taxifahrer Davide blieb gut 20 Minuten am Tatort, danach wurden die umliegenden Strassen von der Polizei abgesperrt. Eigentlich hätte seine Schicht noch angedauert. «Nach all dem, was ich gesehen habe, konnte ich nicht mehr weiterfahren.»

«Der ist doch sonst nicht so»

Wieso steuerte der 25-jährige Amok-Fahrer seinen goldfarbenen Chrysler in die Menschenmenge? War sein Ziel die «Lambada-Bar», die er erheblich beschädigte? Waren es die Personen, die vor der Bar standen? Oder ist alles ein schrecklicher Unfall? Fragen, die derzeit nicht beantwortet werden können.

Der Taxifahrer sagt gegenüber 20 Minuten Online: «Ein Mann fuhr mit seinem Auto in den Club rein, absichtlich. Viele Passanten sahen es genau. Viele schienen ihn auch zu kennen. Ich hörte, wie man munkelte: ‹Oh, nein, den kennen wir, der ist doch sonst gar nicht so.›.»

Klar ist: Der Mann fuhr mit hohem Tempo in verbotener Fahrtrichtung auf der Langstrasse. Er tötete einen 39-jährigen Schweizer. Er verletzte drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 21 und 36 Jahren. Und er verletzte sich selber erheblich. Es ist das erste schreckliche Fazit der Horrorfahrt.

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  • b.f. am 10.02.2012 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Schokierend, aber ,,

    bei einigen könnte man echt meinen sie wüsten schon vor dem Unfall was passiert ist, solange nicht das gegenteil bewiesen ist, gilt es für mich als Unfall.

  • carlytosch am 10.02.2012 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Lambada

    Jeder der dieses Lokal kennt weiss das dort immer was passiert,war schon früher so das dort schon zwischenfälle gab (Messerstecherei,und geschossen wurde auch schon dort)das Lokal ist auch bei der Polizei bekannt das dort nicht nur Alkohol konsumiert wird,es gab immer wieder in den frühen Morgenstund kontrollen.darum neme ich an das der absichtlich ins Lokal fur.am Morgen 05.30 kann man sich ja vorstellen was für Personen dort verkehren.

  • Claude Schwendeler,Elm am 10.02.2012 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die Dekadenz der 24std Gesellschaft 

    kann mir mal jemand sagen warum es so früh am Morgen schon Typen in einer Bar hat? Normale Menschen stehen dann doch erst auf um ihr Tagwerk zu beginnen.Wir brauchen wieder strikte Polizeistunden sowie ganz harte Gesetze gegen Alkohol-&Drogenmissbrauch

    • andreas keller am 10.02.2012 12:20 Report Diesen Beitrag melden

      die vergangenheit war besser?

      Das sehe ich nicht so. Gesetze können den Missbrauch nicht verhindern, wie es die Vergangenheit gezeigt hat.

    • Mike ZH am 10.02.2012 12:35 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht schon..Noch!

      Lieber Claude, ich denke dass die nicht schon, sonder NOCH in der Bar waren. In Zürich haben Bars auch um diese Zeit noch offen. ;-)

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