Guerilla-PR

24. November 2008 17:13; Akt: 24.11.2008 17:46 Print

«Telefonterror» als Werbegag«Telefonterror» als Werbegag

von A. Hirschberg und D. Galka - Rund 10 000 öffentliche Telefone in der ganzen Deutschschweiz klingelten heute zwischen 12:30 Uhr und 15:00 Uhr. Wer abnahm, konnte Schweizer Hip Hop hören. Der Guerilla-Aktion eines jungen Musikers sollen diese Woche noch weitere folgen - der Rest ist geheim.

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Alle Telefone klingelten am Montag um 12.30 Uhr am Zürcher HB. Kristian Duhanaj, Agaj Fitore und Stephan Aegerter nahmen den Hörer ab und hörten kurz Schweizer Hip Hop Beats.(Video: Debby Galka, 20 Minuten Online) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Um 12:30 Uhr klingelten in der Zürcher Bahnhofshalle beim Treffpunkt alle öffentlichen Telefone - gleichzeitig. Wer wie Kristian Duhanaj spontan einen Hörer abnahm, konnte ein paar Beats Schweizer Hip Hop hören. Hip-Hop-Fan Duhanaj war nicht begeistert. «Die Tonqualität ist nicht gut», sagt er. Auch Stefan Aegerter war nicht wirklich beeindruckt: «Es war recht leise.» Beide vermuten dahinter eine Werbeaktion - und liegen damit richtig. Zumindest das ist klar. Der Rest der Aktion bleibt jedoch geheim - vorläufig.

«Es wird noch weitere Aktionen geben»

Denn was und wer hinter den klingelnden Telefonen steckt, ist unklar. «Es soll ein Rätsel sein», sagt ein Informant gegenüber 20 Minuten Online, der seine Identität ebenfalls nicht Preis geben will. Nur so viel: Initiant sei ein junger Künstler aus dem Bereich Musik. Und: «Es wird diese Woche noch eine Reihe weiterer Aktionen geben.»

Betroffen von dem rätselhaften «Telefonterror» war aber nicht nur Zürich. Rund 10 000 öffentliche Telefone sollen heute zwischen 12.30 Uhr und 15.00 Uhr in der ganzen Deutschschweiz geklingelt haben, so der Informant. Mit Computern wurden jeweils mehrere hundert Apparate gleichzeitig angewählt und die Musik abgespielt. «Eine Zweckentfremdung der öffentlichen Telefone, aber keine illegale Aktion», glaubt der Informant. Auch für die Swisscom war die Aktion «völlig unproblematisch». Telefone sind ja zum telefonieren da, sagt Mediensprecher Carsten Roetz.