Gasflaschen explodiert

25. Mai 2009 16:13; Akt: 28.05.2009 16:55 Print

Inferno auf dem Campingplatz: 17 Verletzte

von A. Hirschberg, A. Müller, R. Ryser - Auf dem Campingplatz am Türlersee bei Zürich sind am Montagnachmittag rund 20 Gasflaschen explodiert. Das Inferno forderte 17 Verletzte, eine Person erlitt schwerste Beinverletzungen. 17 Wohnwagen sind durch die Detonation in Brand geraten und vollständig ausgebrannt. Ein Leservideo zeigt, wie Wohnwagen in Flammen stehen.

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Das Mobile-Reporter-Video zeigt die erste grosse Explosion, ca. 5 Minuten nach Ausbruch des Feuers. Video: Axel Donaubauer Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Drama auf dem Campingplatz: Am Türlersee im Zürcher Säuliamt sind am Montagnachmittag um 15.30 Uhr etliche Gasflaschen in die Luft geflogen. Ein Mann musste mit schweren Beinverletzungen von der Rega ins Unispital Zürich geflogen werden, teilt die Kapo Zürich mit. Er war von einem umherfliegenden Metallteil getroffen worden. Elf der Verletzten wurden ins Spital gebracht, viele erlitten Rauchgasverletzungen. Fünf Personen konnten ambulant behandelt werden.

«Es explodierte eine Flasche nach der anderen, es gab ein riesiges Feuer», sagt Augenzeugin Rosemarie Küpfer zu 20 Minuten Online, welche sich zum Unfallzeitpunkt gerade in der Badi sonnte. «Weg, weg», hätten Leute gerufen.

Die Flaschenteile seien über 200 Meter bis auf die Badiwiese geflogen. Ein Mann habe darauf vor Schmerzen wie am Spiess über den ganzen Campingplatz geschrien.

Gasgestank liegt in der Luft

«Es riecht immer noch so stark nach Gas, dass es einem im Hals kratzt», beschreibt Augenzeugin Küpfer die Lage nach 17 Uhr. Alles sei voller Amublanzen und Feuerwehrautos. «Die Leute stehen fassungslos vor den ausgebrannten Wohnwagen und Zelten.» Eine weitere Augenzeugin: «Mir ist schlecht vor Schock, ich bin fassungslos.»

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17 Wohnwagen gerieten durch die Explosion in Brand. «Es hatte so viel Rauch, man hat die Sonne nicht mehr gesehen», schildert Augenzeugin Küpfer die Situation. Insbesondere beim Eingangsbereich des Campingplatzes habe das Feuer gewütet. Rund hundert Feuerwehrleute konnten es schliesslich gegen 17 Uhr löschen.

Der Sachschaden beträgt mehrere 100 000 Franken. Die Ermittlungen durch die Kantonspolizei und den Wissenschaftlichen Dienst der Stadtpolizei Zürich seien bereits angelaufen. Die Ursache sei «noch völlig offen», sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.

Mit Ausnahme der Unglücksstelle konnte der Campingplatz am Abend wieder freigegeben werden. Für Betroffene, deren Hab und Gut durch das Feuer zerstört wurde, bot die Gemeinde Hausen am Albis Unterkünfte und Kleider an.

Sogar Leute auf der Badiwiese verletzt

Die Anwesenden auf dem Campingplatz konnten nicht durch das Eingangstor flüchten, da es verschlossen war. Sie mussten mit Leitern darübersteigen. Ein Augenzeuge berichtete im «Radio 1», er habe gesehen, wie zuerst ein einzelner Wohnwagen gebrannt habe. Plötzlich habe es eine Serie von Explosionen gegeben und das Feuer habe auf andere Wohnwagen übergegriffen.

Darauf sei auf dem Areal Panik ausgebrochen. «Es hat mehrmals laut geknallt, Gasflaschen-Teile sind durch die Luft geflogen.» Sogar Leute auf der Badiwiese seien verletzt worden, sagt eine Nachbarin.

Auf dem Campingplatz, der 180 Stellplätze für Caravans und Wohnmobile sowie Platz für Zelte bietet, hatten sich laut Augenzeugenberichten zum Zeitpunkt der Explosionen vorwiegend ältere Menschen aufgehalten. Eine Angestellte des Campingplatzes habe die Anwesenden aufgefordert, in Richtung See hinunterzurennen, sagte Augenzeugin Silvia Vetsch gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Laut Vetsch ist es bereits vor etwa einem Jahrzehnt an einem 1. August zu einem ähnlichen Zwischenfall auf dem Campingplatz gekommen.

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