Zürich

10. Mai 2010 23:05; Akt: 10.05.2010 19:59 Print

150 Kampfhunde illegal gehalten150 Kampfhunde illegal gehalten

von Regina Ryser - Wer im Kanton Zürich eine verbotene Kampfhunde-Rasse hält, braucht eine Bewilligung. Doch für 150 Tiere wurden bislang keine Gesuche eingereicht.

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Über 500 Kampfhunde sind in der Heimtierdatenbank im Kanton Zürich registriert – rund 10 Prozent weniger als noch Ende 2008. Bis Ende März mussten sich Halter der acht verbotenen Hunderassen beim Veterinäramt melden und eine Bewilligung für ihr Tier beantragen.

«Wir haben 350 Gesuche erhalten; 120 konnten wir bisher bereits zustimmen», sagt Kantonstierärztin Regula Vogel auf Anfrage. Für über 150 Kampfhunde wurde bisher gar kein Gesuch eingereicht – was passiert mit diesen Tieren? «Falls es sich wirklich noch um solche Haltungen handelt, werden sie uns von Gemeinde und Polizei gemeldet», sagt Vogel. Die fehlbaren Hunde­besitzer werden verzeigt. Sind zudem die Bewilligungsvoraussetzungen nicht gegeben, könnte das Veterinäramt das Tier beschlagnahmen – wenn es gestört aggressiv sei, bleibe nur das Einschläfern.

Die Stadtpolizei Zürich nimmt Besitzer von Kampfhunden nun vermehrt unter die Lupe: «Wenn die Beamten einem Halter mit so einem Tier begegnen, wird dieser selbstverständlich kontrolliert», sagt Sprecher Marco Bisa. Wer bis am 31. März 2010 kein Gesuch eingereicht hat, werde verzeigt. Mit einer Ordnungsbusse von 30 Franken rechnen muss auch, wer zwar eine ­Bewilligung erhalten hat, aber den entsprechenden Ausweis nicht vorweisen kann. «Diesen muss man beim Ausführen des Vierbeiners dabeihaben», so Bisa.

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  • Oli am 12.05.2010 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kt. Bern

    Übrigens: im Kt. Bern gibt es keine Kampfhundegesetze, klappt prima, so lange ich mich errinnern kann, konnte ich von keinem Vorfall mit Kampfhunden in unserem Kanton lesen. Warum auch nicht in allen anderen Kt'nen so? Ist doch alles Angst- und Geldmacherei. Ich wette die. welche hier so fluchen, wurden entweder noch nie von einem Hund (egal welche Rasse) gebissen oder wenn, dann war es keine Kampfhunderasse. Beissvorfälle mit Hunden gab es schon immer und werden auch in Zukunft nicht zu vermeiden sein. Die Medien wissen es auszunützen bei einem solchen Vorfall, da dies Leser anzieht.

    • Ein Vater am 25.05.2010 22:24 Report Diesen Beitrag melden

      Wieviele noch?

      Lieber Oli, Wieviele Kinder müssen noch sterben bis die Romantik um die Kampfhunde ausgeträumt ist? Deine Ansicht teile ich nicht ... Und ich verstehe was von Hunden ...

    einklappen einklappen
  • Hundehalter aus dem Unterland am 12.05.2010 01:00 Report Diesen Beitrag melden

    Abzocke

    Ich bin einer von denen welche sich gemeldet haben. Das ganze Verfahren ist die reinste Geldmacherei... Ich musste einen 16 seitigen Fragebogen ausfüllen und den Wesenstest machen. Das ganze hat mich 780.- Fr. gekostet. Wo ist da die Gerechtigkeit? Mein Hund ist nie aufgefallen oder hat sich aggressiv verhalten. Ich (der Hundeführer, Verantwortliche) wurde dabei weder Befragt noch wurden meine Angaben überprüft....Das wichtigste lässt man weg und kassiert dafür aber ordentlich Kohle ein....

  • Andreas Markwalder am 11.05.2010 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    So wird man zum Kriminellen gestempelt

    Die Ankündigung der Stadtpolizei jeden Halter eines solchen Hundes beim Antreffen zu kontrollieren ist enttäuschend und skandalös. Die Politik und die Poliziei würde gut daran tun, die betroffenen Rassen (und den durchschnittlichen Halter) wieder objektiv zu betrachten und zu behandeln: nämlich als menschenliebende Familienhunde. Der Versuch, diese als blutrünstige Kampfhunde hinzustellen ist zu verurteilen und schlicht falsch.