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17. Oktober 2007 23:34; Akt: 18.10.2007 10:16 Print
Anklage: Politiker warf 14 Ecstasy-Pillen wöchentlich ein
Der Zürcher Ex-Gemeinderat Peter Püntener steht nächste Woche wegen Drogenhandels und -konsums vor dem Bezirksgericht.
Peter Püntener politisierte ab 2003 bis zu seinem Rücktritt im Mai 2007 erst für die FDP, danach für die Grünliberalen im Zürcher Stadtparlament. Mitte Januar dieses Jahres wurde der 44-jährige Betriebsökonom festgenommen und sass eineinhalb Monate in Untersuchungshaft.
Ex-Gemeinderat Peter Püntener. (TA)
Am nächsten Dienstag kommt es nun zur Gerichtsverhandlung. Die Anklageschrift, die 20 Minuten vorliegt, zeigt erstmals detailliert, was dem Ex-Politiker vorgeworfen wird: Laut dem Staatsanwalt hat der bekennende Schwule in einem Gay-Club in Schlieren von einem Unbekannten ab Ende 2005 mehrmals grössere Mengen Kokain und Ecstasy erworben. Die Drogen habe der damalige Gemeinderat in seiner Wohnung oder dem mittlerweile geschlossenen Schwulenclub Labyrinth in kleinen Portionen weiterverkauft. Zudem soll er die Potenzpille Viagra und das Narkosemittel Ketamin an Dritte übergeben haben.
Das von der Anklage aufgelistete Ausmass von Pünteners Eigenkonsum lässt stark daran zweifeln, dass er immer nüchtern zu den Parlamentssitzungen erschien: Er soll wöchentlich bis zu 14 Ecstasy-Pillen eingeworfen, täglich ein Gramm Kokain geschnupft und regelmässig MDMA und Amphetamine genommen haben. Der Staatsanwalt fordert eine bedingte Geldstrafe von
Marco Lüssi

























