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27. Mai 2007 15:51; Akt: 27.05.2007 15:56 Print
Gut hat mit Maurer nichts am Hut
Die freisinnige Zürcher Regierungsrätin Ursula Gut wendet sich öffentlich gegen das Bündnis ihrer Partei mit der SVP im Hinblick auf die Ständeratswahlen. Besonders die Kandidatur von Ueli Maurer stösst ihr sauer auf.
Ihre pointierte Kritik gilt dem SVP-Kandidaten Ueli Maurer, Präsident der SVP Schweiz.
Ursula Gut möchte Ueli Maurer bei der Wahl zum Ständerat nicht unterstützen. (Bild: Keystone)
Am Donnerstag besiegelten die Zürcher FDP-Delegierten das Zweierticket mit der SVP für eine ungeteilte bürgerliche Standesstimme im Ständerat. Für die FDP kandidiert Nationalrat Felix Gutzwiller, für die SVP Ueli Maurer.
Die Zürcher Finanzdirektorin Gut stimmte jedoch gegen das Zusammengehen beim Ständeratswahlkampf und auch gegen eine Listenverbindung bei den Nationalratswahlen, wie die «NZZ am Sonntag» berichtete.
Gegen Maurers Politstil und Frauenpolitik
In einem Interview mit dem Lokalsender «Radio 24» lieferte Gut am Sonntag die Begründung nach. Ihre Opposition wende sich nur gegen Maurer. Ihr persönlicher Entscheid hänge mit Maurers Frauenpolitik zusammen. Schliesslich hätten auch SVP-Frauen ihre liebe Mühe mit Maurer. Sie lehne Maurers Politstil ab, sagte Gut.
Grundsätzlich habe sie nichts gegen ein Zusammengehen der beiden Parteien, im Gegenteil, sagte Gut. Die SVP Zürich wechselte kürzlich kurzerhand ihren bisherigen Ständeratskandidaten und Wirtschaftsprofessor Hans Geiger aus, weil er ihr zu wenig aussichtsreich erschien und ersetzte ihn durch Maurer.
SVP-Kantonalpräsident Hansjörg Frei kritiserte gegenüber der SDA das Ausscheren von Gut. Sie richte sich jetzt gegen das Bündnis mit der SVP, obwohl sie ihre klare Wahl in die Kantonsregierung der engen Zusammenarbeit mit der SVP verdanke, sagte Frei. Er frage sich, wie ernst der Bündnispartner FDP zu nehmen sei, wenn eine wichtige Exponentin der Partei sich so pointiert gegen den SVP- Kandidaten Maurer ausspreche.
Kritik Pellis
Die Vereinbarung zum Ständeratswahlkampf zwischen Gutzwiller und Maurer stösst auch national auf Kritik. FDP-Präsident Fulvio Pelli kritisierte in einem Interview mit der «SonntagsZeitung», dass Maurer im Kanton Zürich, wenn es im nütze, das Bündnis mit der FDP schliesse, auf nationaler Ebene aber keine gemeinsame Plattform wolle.
In der Vereinbarung mit Gutzwiller habe sich Maurer auch zu Gesprächen über bundespolitische Ziele bereit erklärt, so Pelli. Er zähle darauf, dass Maurer jetzt diese Gespräche mit der FDP Schweiz auch führe. Die Vereinbarung beziehe sich nur auf den Kanton Zürich, sagt dazu SVP-Kantonalpräsident Frei. Maurer sei keinerlei Verpflichtungen für den nationalen Wahlkampf eingegangen. Wenn Pelli dies behaupte, so tue er dies aus Verzweiflung.
(sda)

























