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Kampagne
02. September 2008 09:51; Akt: 04.09.2008 12:06 Print
Handy weg am Steuer
Die Polizeikorps der Kantone Zürich, Schaffhausen, Thurgau und Graubünden wollen ihr Augenmerk in den nächsten sechs Wochen verstärkt auf Autofahrer mit dem Handy am Ohr richten. Gleichzeitig soll eine Kampagne auf die Gefahr des Mobiltelefons am Steuer aufmerksam machen.
Im Kanton Zürich ist fast jeder fünfte Unfall auf Ablenkung zurückzuführen, in der Stadt Zürich sogar jeder dritte, wie die Stadtpolizei von Zürich und von Winterthur sowie die Kantonspolizei Zürich am Dienstag zum Auftakt der diesjährigen Kampagne festhielten. Damit ist Ablenkung neben Rasen und Alkohol am Steuer eine der drei Hauptursachen für Verkehrsunfälle. Mit einer Kampagne wollen die Polizeikorps der Kantone Zürich, Schaffhausen, Thurgau und Graubünden die Autofahrerinnen und Autofahrer für diesen Fakt sensibilisieren und dadurch die durch Unaufmerksamkeit verursachte Anzahl der Unfälle senken.
Neu greift die Polizei auch zu Repressionen
Die Kampagne sei eine nötige Neuauflage der Kampagne vom Sommer 2007, sagte Eugenio Scheuchzer, Chef Verkehrsunfallprävention der Stadtpolizei Zürich: «Es ist wichtig, dass wir die Kampagne wiederholen, da die Anzahl der Unfälle, die 2007 durch Unachtsamkeit passiert sind, gegenüber dem Vorjahr nur marginal zurückgegangen ist.» Während im Sommer 2007 die Kampagne vor allem auf Information basierte, werden dieses Mal Repressionsmassnahmen hinzukommen. Die Polizei will bis zum kommenden 11. Oktober verstärkt nach Autofahrerinnen und Autofahrern Ausschau halten, die beim Fahren ohne Freisprecheinrichtung in die Hörmuschel ihres Mobiltelefons sprechen oder SMS eintippen.
Wer das Handyverbot missachtet, wird mit 100 Franken gebüsst. Ereignet sich während der Nutzung des Mobiltelefons ein Unfall, bei dem allerdings niemand gefährdet wurde, wird die Busse je nach Fall nach oben angepasst. Kommt jemand bei einem solchen Unfall zu Schaden, muss der Verkehrssünder nicht nur mit einer happigen Busse, sondern auch mit dem Entzug des Führerausweises rechnen.
Um die Zahl solcher Fälle künftig zu reduzieren, setzt die Polizei bis zum kommenden 11. Oktober 1800 Plakate,
(dapd)

























