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18. April 2007 22:41; Akt: 18.04.2007 22:41 Print
Aufruhr: Künstler erklären Zürich zur Graffiti-Galerie
Die Stadtzürcher Graffiti-Beauftragte sieht rot: Eine Künstlergruppe hat im Cabaret Voltaire zur grossen Graffiti-Schlacht aufgerufen.
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Richtig handwerklich und hemdsärmlig ging es am letzten Samstag in den Räumlichkeiten des Cabaret Voltaire im Niederdorf zu und her. Unter Anleitung des Londoner Künstlerkollektivs C6.org wurde gelocht, gestanzt und zurechtgeschnitten, bis die 20 Teilnehmer des Workshops «A Hack a Day» ihre Graffiti-Schablonen gebastelt hatten. Wie man die Kunst aus der Dose fachmännisch an die Hauswand bringt, demonstrierten die Künstler direkt an der Mauer des Cabaret Voltaire: Innert Sekunden lächelte Mona Lisa von der Wand.
Mona Lisa – für einmal gesprayt.
Ausgerüstet mit Werkzeug und Fachwissen sollen sich die Kursteilnehmer nun in Zürich austoben. «Wir sehen den öffentlichen Raum als unseren Ausstellungsraum, der nun gehackt werden soll», erklärt Carmen von der Künstlergruppe Bitnik. Letztere hat bereits mit versteckten Abhörwanzen in der Oper für Aufregung gesorgt (20 Minuten berichtete). Diesmal ist es die Graffiti-Beauftragte Priska Rast, die sich grün und gelb ärgert: «Ob die das als Kunst sehen, ist mir völlig wurscht. Sprayereien sind illegal.» Dazu aufzurufen sei völlig verantwortungslos.
Unterdessen haben die Künstler von C6.org ein halbes Dutzend Wände verziert. Ein Lageplan zum Standort ihrer Aktionskunst findet sich auf ihrer Webseite.
Alexandra Roder

























