30. Oktober 2007 23:02; Akt: 30.10.2007 23:02 Print

Überwachte Schulen: «Ein Freipass für Big Brother»Überwachte Schulen: «Ein Freipass für Big Brother»

Grosse Gemeinderat hat der Überwachung von Schularealen per Kamera zugestimmt – trotz Gegenwehr der Grünen Fraktion.

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«Das ist ein Eingriff in die persönliche Freiheit», sagt Adrian Ramsauer, Präsident der Grünen Fraktion: Der Winterthurer Grosse Rat hat am Montagabend über eine Verordnung debattiert, die der Videoüberwachung von Schul- und Sportanlagen Tür und Tor öffnet. Damit will das Schul- und Sportdepartement Vandalismus eindämmen: Beim Schulhaus Heiligenberg etwa tobten sich regelmässig Vandalen aus, hinterliessen gebrauchte Spritzen, Kot und Müll. Seit einem Jahr hängen dort Kameras – «die Sachbeschädigungen sind massiv zurückgegangen», sagt Departementssprecherin Evi Schwarzenbach. Dank der neuen Verordnung könne man nun über Installationen an drei neuralgischen Punkten nachdenken: «Eltern
haben sich zum Beispiel beschwert, dass Luft aus Velopneus rausgelassen wird.»

Die Grünen kritisierten, der Einsatzbereich sei schwammig definiert: «Die Überwachung soll etwa die Identifikation von Personen mit Rayonverbot ermöglichen – da hängen doch bald in jeder Schule Kameras», sagt Ramsauer. «Ein Freipass für Big Brother.»

Trotz der hitzigen Debatte unterlagen die Grünen schliesslich der Mehrheit im Rat: «Wir haben wohl zu wenig lobbyiert», so Ramsauer.

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