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Zürich
04. Februar 2010 22:15; Akt: 08.02.2010 16:01 Print
Kinderwagen in Bars unerwünscht
von David Torcasso - Viele Barbetreiber winken ab, wenn Eltern mit Kinderwagen ins Lokal kommen. Gewisse haben gar ein Verbot aufgehängt.
Dienstag nach Feierabend in Zürich-West: Sabine E.* (36) möchte mit einem Freund im Big-Ben-Pub etwas trinken gehen – mit dabei hat sie ihren zwei Monate alten Sohn Cedric. Als der Barkeeper die Mutter mit dem Kinderwagen erblickt, winkt er sofort ab und signalisiert ihr, sie solle gehen. «Ich war total perplex», sagt Sabine. Kein Einzelfall: Auch Valérie Schwitter wurde mit dem Kinderwagen schon «öfter aus einer Bar oder einem Restaurant gewiesen». Die Thalwilerin meint: «Zürich ist nicht kinderfreundlich.»
Pub Big Ben bei der Hardbrücke – unten Verbote in der Bar Infinito. (Bilder: tor)
Vor allem in trendigen Lokalen habe man Angst, dass weinende oder gar lachende Kinder Kunden vertreiben und das gestylte Ambiente stören könnten. «Hunde sind in Restaurants mittlerweile beliebter als Kinder», ärgert sich Schwitter.
Big-Ben-Pub-Geschäftsführer Peter Carter sagt zum Vorfall: «Unsere Lokal ist grundsätzlich ab 18 Jahren. Tagsüber ist es okay, wenn auch Eltern mit Kinderwagen kommen, am Abend aber eher weniger.»
Bei der Bar Infinito nahe der Bahnhofstrasse klebt an der Eingangstüre sogar ein Kinderwagen-Verbotsschild. «Wir sind kein Spielplatz. Zudem führen Kinderwagen zu Platzproblemen – schliesslich darf man auch nicht mit dem Velo ins Lokal», heisst es dort von der Geschäftsleitung.
Gastro-Zürich-Präsident Ernst Bachmann sagt dazu: «Jeder Betrieb kann letztlich selber entscheiden, ob er die Kinderwagen draussen haben will – mit allen Konsequenzen.»
* Name der Redaktion bekannt
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Alle 171 Kommentare




























Italianità, ja, aber bitte ohne Bambini
Heute habe ich die Kinderfeindlichkeit in der Bar Infinito auch erleben dürfen. Finds traurig. Einen auf Italianità machen, aber bitte ohne Bambini. In Italien wär das anders. Übrigens kostet ein bisschen heisses Wasser, um den Schoppen aufzuwärmen im Infinito 1 Franken. Und nochmals übrigens: ich habe heute kein Kinderwagen-Verbotsschild an der Tür gesehen (sonst wär ich nämlich gar nicht erst rein).
Heutzutage will halt..
niemand mehr verzichten. Seit ich selbst eine Tochter habe, lässt mich das Gefühl nicht los, dass man im Nahmen eines trendigen und modernen Lebens die Kinder leiden lässt. Ein Kind brauch keine Shopping-Marathons und auch kein Kaffekränzchen. Die sind im Gegensatz zu den Erwachsenen mit viel weniger zufrieden. Davon könnten wir vielleicht auch mal etwas lernen. Nämlich uns nicht ständig selbst zu bemitleiden. In der Schweiz gilt man ja schon als arm, wenn man sich kein eigenes Auto leistet...
Babys....
Hoi, waren wir nicht alle mal Babys. Mehr oder minder lieb und brav? Wenn es Leute auf den tschuldigung Sack geht, dann geht. Klar Babys müssen nicht mit in ein Pub oder in eine Bar, dafür gibt es ja liebe Omis oder Babysitter die die lieben Kleinen hüten. Sonst sollte man als Nichtvater oder Nichtmutter tollerant sein.