Botellón in Zürich
17. August 2008 22:54; Akt: 21.08.2008 13:19 Print
Dieser Junge ruft zum kollektiven Besäufnis auf
von David Torcasso - Der Trend aus Spanien hat Zürich erreicht: Am 29. August soll auf der Blatterwiese ein Botellón stattfinden – organisiert von einem 17-Jährigen. Bereits haben sich über 3500 zumeist junge Leute für das erste Zürcher Massenbesäufnis angemeldet.
«Wenn alle kommen, die sich angemeldet haben, wird es gigantisch», sagt KV-Lehrling Jan Fröhlich und blickt über die Blatterwiese beim Chinagarten. Hier will der 17-Jährige aus Nänikon am 29. August das neue Schuljahr mit einem Massenbesäufnis nach spanischem Vorbild einläuten.
Der 17-jährige Jan Fröhlich ruft zum Massentrinken auf. (dt)
Letzte Woche erfuhr Fröhlich von Saufpartys in Genf und Lausanne – und rief über Facebook spontan zum 1. Züri-Botellón auf. «Es haben sich bis jetzt über 3500 Leute aus der ganzen Schweiz angemeldet», sagt Fröhlich.
Nach dem Riesenansturm haben neben den Medien aber auch die Polizei den 17-Jährigen im Visier: «Wir klären im Moment die Rechtslage für einen solchen Anlass ab», sagt Sprecher René Ruf. Ein Einsatz ist nicht auszuschliessen: «Wir dürfen beispielsweise Minderjährigen harten Alkohol wegnehmen», sagt Ruf. Das sei auch dringend nötig, findet SVP-Fraktionspräsident Mauro Tuena: «Es kann doch nicht sein, dass ein 17-Jähriger zu einem Massenabsturz aufruft», sagt Tuena. Die Polizei müsse präsent sein und betrunkene Jugendliche «einsammeln». Eltern sollen sie vom Posten abholen. Zudem sei für ihn ein Verbot des Anlasses klar: «Die Wiese wird für einen gesteigerten Gemeingebrauch benutzt – das braucht eine Bewilligung», sagt er.

























