Pelzboom

15. Oktober 2008 22:55; Akt: 02.12.2010 15:57 Print

Tierschutz will mit Styleberater aufrüttelnTierschutz will mit Styleberater aufrütteln

von Alexandra Roder - Trotz aller Schockkampagnen: Die aktuelle Wintermode ist pelzlastiger denn je. Und der Verkauf boomt. Nun geht der Zürcher Tierschutz neue Wege – mit einem Styleberater für Junge.

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«So herzig», sagt ein junges Mädchen und streicht übers Katzenfell, «diese Jacke kauf ich.» Ob sie weiss, dass das Tier am Kragen ihres neuen Kleidungsstücks bei leben­digem Leib gehäutet wurde? «Shoppen ist nun mal mit Lust verbunden, da vergessen die meisten Leute die grässlichen Schockvideos aus den Tierfabriken», sagt Bernhard Trachsel vom Zürcher Tierschutz. Deshalb wolle man nun neue ­Wege gehen: «Wir verzichten auf die Moralkeule und versuchen, die Jugendlichen mit ­Beratungsunterlagen zu sensibilisieren.»

In den kommenden Tagen werde man auf der Strasse cool gekleidete Leute fotografieren, die bewusst auf Pelz verzichten. Im zweiten Teil des Guides werden Infos über Pelztiere publiziert. Zum Beispiel, dass trotz Importverbot nach wie vor Katzen- und Hundefell für Mode verwendet wird. Auf den Kleidern stünden dann Fantasie­namen wie Moun­tain Cat oder Amursky. Laut Mark Rissi vom Schweizer Tierschutz STS ist der Nachweis sehr aufwendig und teuer, da eine Tierart nur mittels DNA-Analyse bestimmt werden könne. Auch er sieht dringenden Handlungsbedarf. Im Dezember starte man eine Kampagne.

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