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Zürich
29. Juli 2010 22:53; Akt: 29.07.2010 19:32 Print
Reiche Ausländer bleiben
Obwohl sie neu mehr Steuern bezahlen müssen, bleiben reiche Ausländer dem Kanton Zürich treu. Der befürchtete Exodus bleibt bis jetzt aus.

Begehrtes Domizil von Wohlhabenden: Erlenbach am Zürichsee. (key)
Bleiben und mehr Steuern bezahlen oder wegziehen? Mit dieser Frage mussten sich 208 reiche Ausländer nach der Volksabstimmung im Februar 2009 beschäftigen. Nachdem das Zürcher Stimmvolk der Pauschalbesteuerung eine Abfuhr erteilt hatte, packten tatsächlich gut ein Dutzend Steuerprivilegierte ihre Koffer.
Bis heute haben sich aber kaum mehr Betroffene zum Umzug entschlossen – dies zeigt eine Umfrage der Nachrichtenagentur SDA in wohlhabenden Zürichsee-Gemeinden sowie in der Stadt Zürich. «30 Pauschalbesteuerte sind definitiv weggezogen – also etwa 15 Prozent», sagt Adrian Hug, Chef des kantonalen Steueramts. Er gibt aber zu bedenken, dass Betroffene noch bis Ende Jahr Zeit hätten, sich in der Gemeinde abzumelden. Einige würden sich mit dem Wegzug möglicherweise bis zuletzt Zeit lassen. «Schliesslich sind es vielleicht 30 bis 40 Prozent, die in einen steuertechnisch attraktiveren Kanton umziehen.» Dass es doch noch zu einer Wegzugswelle kommt, glaubt er nicht: «Für einen Standortentscheid braucht es weit mehr als die Höhe der Steuerbelastung.»
Neben Softfaktoren wie der Sicherheit oder dem See spiele auch eine Rolle, ob man in einem anderen Kanton ein gleichwertiges Haus finde.
(sda/rry)
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Wiso denn!
Ist ein gutes Zeichen, denn offenbar sind sie mit Schwarzgeld und Steuerhinterziehung in der Schweiz sicherer als im Heimatland.
Mal sehen ob sie wirklich bleiben...
Ich hatte leider noch nie das Problem, aber wenn jemand in einer Immobilie eines bestimmten Standards (10-20 Mio. aufwärts) lebt, dann dauert es wohl auch eine gewisse Zeit, einen adäquaten Wohnsitz in einem anderen Kanton zu finden, denn man möchte ja nicht ein eine ordinäre Eigentumswohnung ziehen. Kann gut sein, dass dieser Effekt die Abwanderung etwas verzögert, aber dass später noch mehr Reiche abwandern.