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Rigoros

FCZ verkauft keine Auswärts-Tickets mehr

Der FC Zürich greift nach den wüsten Szenen rund um das Cupspiel gegen Basel am Freitag hart durch: Für sämtliche Auswärtsspiele des FCZ werden keine Tickets mehr verkauft. Und das ist noch nicht alles. Die Verbände fordern zusätzliche Massnahmen.

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«Der höchste Schaden, den wir je hatten»
Bei den Krawallen vor, während und nach dem Fussball-Cupspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich sind am Freitagabend 25 Personen verletzt worden. Zürcher Hooligans richteten zudem hohen Schaden im St.-Jakob-Park an. «Mit noch selten gesehener Brutalität», so die Basler Polizei, hätten die Zürcher Chaoten am Freitag einen grossen Cateringstand in Einzelteile zerlegt, das Geld in den Kassen geklaut, Esswaren und Getränke mitgehen lassen, Fenster zerschlagen, Pissoirs und Lavabos zerstört und unzählige Stühle herausgebrochen. «Auf rund 240 000 Franken werden die Verwüstungen geschätzt», sagt Monika Huser, Sprecherin vom Stadionbetreiber Basel United, gegenüber 20 Minuten Online. «Das ist der höchste Schaden, den wir je hatten», fügt Huser an. (ann)

Fertig lustig: Der FCZ greift nach den neuerlichen Randalen beim Cupspiel in Basel rigoros durch. Tickets für FCZ-Auswärtsspiele werden bis auf Weiteres keine mehr verkauft. Der Verein verurteile diese «Schandtaten auf Schärfste» und setze alles daran, diese «Verbrecher» zu überführen und sie mit unbefristeten Stadionverboten zu bestrafen, heisst es in dem Schreiben.

Auch Gästefans im Visier

Doch damit nicht genug: Der FCZ wird bei Hochrisiko-Heimspielen auch keine Tickets mehr an Gästefans verkaufen, teilte der Verein am Montag mit. Als Hochrisiko-Spiel gelten etwa die Partien gegen den FC Basel. Welche weiteren Matches als Hochrisiko-Spiele gelten, will die Stadtpolizei Zürich nicht bekannt geben, wie sie gegenüber 20 Minuten Online sagt.

Klubsprecher Giovanni Marti betonte, dass «unser Fansektor auswärts geschlossen bleibt». Das Ticket-Kontingent wird auf unbestimmte Zeit nicht mehr beantragt; via andere Kanäle werden Billette für den (nun gesperrten) FCZ-Sektor nicht zu beziehen sein.

Basel begrüsst Massnahme

In Basel wird das Vorgehen des FCZ wohlwollend aufgenommen. «Wir begrüssen alle Massnahmen, die dazu führen, der immer schwieriger werdenden Problematik von Gewalt rund um Sportveranstaltungen Herr zu werden», sagt Mediensprecher Martin Schütz von der Basler Kantonspolizei.

Zustimmung und Bedenken

Für Ulrich Pfister, den Sicherheits-Verantwortlichen des Schweizer Fussball-Verbandes, ist der Massnahmenkatalog der Stadtzürcher «ein gutes und klares Signal». Er begrüsse grundsätzliche alle Massnahmen, die zu einer Eindämmung der Gewalt führen könnten.

Pfister gibt aber auch zu bedenken, dass «in Basel Chaoten ohne Tickets ins Stadion eingedrungen sind». Er befürchtet, entsprechend gewaltbereite Gruppierungen könnten auch in Zukunft anreisen. Darauf müsse man sich ebenfalls vorbereiten. «Der FCZ-Beschluss greift, wenn auch die anderen Massnahmen umgesetzt werden.»

Flankierende Massnahmen gefordert

Ähnlich äusserte sich Thomas Grimm zur Problematik. Der Präsident der Swiss Football League (SFL) plädiert für ein koordiniertes Vorgehen. «Der FCZ hat natürlich das Recht, einen solchen Beschluss zu fassen. Aber es braucht auch flankierende Massnahmen», kommentierte Grimm.

«Solche Gewaltszenen müssen verhindert werden, das ist klar. Deshalb begrüsse ich jeden Schritt, der diese Auswüchse minimiert», so Grimm. Ob der Ausschluss der Gästefans nun aber zum gewünschten Ziel führe, bleibe abzuwarten.

Es ist in der Tat ungewiss, ob sich die bis anhin unkontrollierbaren Krawall-Touristen an die FCZ-Regeln halten werden. Wenn keine Extra-Züge mehr verkehren, besteht die Gefahr, dass sich Chaoten unter andere Reisende mischen.

(whr/ann/sda)
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fussball nur no vorem tv
jegliche grosse veranstaltung verbieten, dann wäre das problem gelöst. so einfach und man hat noch was für die arme umwelt gemacht.
von: gusti blocher   am: 19.01.2010 23:55

Polizei hatte versagt
Also ich finde auch, dass solche Aussendandersetzungen zum Fussball gehören. Es sollte jedoch nicht so schlimm sein wie dasmal. Ich war dabei, und musste leider feststellen, dass die Baslerpolizei versagt hat. Obwohl draussen niemand Chaos gemacht hatt, würden wir mit den Fahrzeugen abgedrängt. Auf der anderen seite warteten ca. 30 Polizisten die uns nicht durchliesen. Sie schossen so von beiden seiten. Einer neben mir erlitt einen Herzinfrakt, wir ruften sofort die Sanität, die jedoch kamm und spritzten nud Tränengas in die Augen.
von: Leo S.   am: 26.11.2009 10:51

Hallo?
Solche Ausseinandersetzungen gehören zum Fussball wie der Sand zum Strand. Wenn es keine Gästefans mehr gibt, fehlt etwas vom Wichtigsten. Wer unterstütz dann das Team? Die "Alten" auf den Sitzplätzen, welche über 90min dasitzen und nichts sagen sicherlich nicht.
von: da   am: 25.11.2009 13:40

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